VEDHARMA Blog

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Donnerstag, 4. November 2010

Jupiter, Lehrer des Dharma

unendlichkeit_dharma[1]

Am vergangenen Sonntag wurden um 3 Uhr MESZ in der Früh die Uhren auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt. Damit wurde in Mitteleuropa die Sommerzeit beendet. Zeitgleich fand ein Transit von Jupiter für die kommenden 2 Monate statt. Zurück in den Wassermann, dem Zeichen seines Falls, welches er im Mai zu unserer Freude und Erleichterung verlassen hatte. Diese laufenden 2 Monate, werden wichtig sein für die Weichenstellungen des kommenden Jahres 2011, was laut indischem Kalender morgen am 5. November zu Neumond mit dem Diwalifest  beginnt.
Dazu unsere vorherigen Beiträge der Jahre 2007  und  2008  . 

Wurde die „Zeit des Aufschwungs“ wirklich nachhaltig genutzt, im Sinne des erforderlichen globalen Wertewandels?

In einem ganz umfassenden Sinn, möchte die vedische Lehre dem Mensch Orientierung geben, dem Einzelnen seinen individuellen Ort zuweisen, in Familie, Gesellschaft und Kosmos. Menschliches Denken und Handeln wird rückgebunden über dieses Leben hinaus, an den Dharma, die moralische und universelle Ordnung, an das große Ganze. „Sanatana Dharma“, das allumfassenden kosmische Ordnungsprinzip, an das alle Wesen die Verpflichtung haben sich zu halten, um so in Harmonie mit den Gesetzen der Natur zu leben.

In der vedischen Astrologie, bezeichnet man die Lebensbereiche im Horoskop die, als 1., 5., und 9. Haus bestimmt werden, als Entwicklungshäuser. Sie werden als Dharmahäuser angesehen, die mit dem Wirken in der äußeren Welt verbunden sind und das eigene persönliche Dharma (Sva-Dharma) aufzeigen. Sie zeigen uns wer wir sind (erstes Haus), unsere Kreativität (fünftes Haus), unsere Ideale, Werte und Prinzipien nach denen wir in diesem Leben streben (9. Haus)

In den vedischen Wissenschaften bringen wir mit dem Begriff „Paramatman“ dem Höchsten Selbst, Purusha oder Atman, die Sonne (Surya) in Beziehung. Sie symbolisiert das höchste Dharma (Sanatana Dharma).

Im Monat November ist die Sonne, die als leuchtendes Licht und Orientierung für das Dharma  steht, schwächlich. Sie wirkt in den nördlichen Breiten unseres Erdballs mit ihrer im Sommer wärmenden Kraft nur kümmerlich. Macht, Prestige, Einflussbereich, Selbstwertgefühl, Kraft sind Eigenschaften der Sonne, die im November spärlich sind und eine Zeit für manchen zu Depressionen und Ängsten führt.

Wenn unsere Lebenserfahrungen (Aszendent) in Harmonie mit den Absichten unserer Seele sind (Sonne), erleben wir die Welt als positiv. Ein beständiges Gefühlserlebnis des Friedens und innerer  Ausgeglichenheit (Mond) begleitet unseren Lebensweg. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, wenn unsere Erfahrungen nicht in Harmonie sind, gibt es Stress, Schmerzen, Unruhe und bedrückende Lebenssituationen.

Seit nunmehr 2 Wochen befindet sich die Sonne im Zeichen ihrer Schwäche, der Waage. Bis zum 16. November ist die Sonne ihrer inneren Kraft beraubt und entkräftet. Anstatt unserer inneren Selbstbestimmtheit und unserem persönlichen Wertesystems zu folgen, versuchen wir eine Übereinstimmung mit der tiefen Wahrheit unserer Seele zu erlangen. Ein schwieriges Wagnis während der herbstlichen Zeitspanne.

Handeln im Einklang mit der Wahrhaftigkeit unserer Seele, ohne die notwendige Bestätigung von anderen für unser Handeln im Vorfeld einzuholen. Agieren ohne um die Anerkenntnis unserer Handlungs-, und Entscheidungsgrundsätze zu bitten, nur damit wir von unserem sozialen Umfeld geliebt werden oder bewundert werden.

Eine starke und erhabene Sonne gibt uns Vertrauen, Klarheit und Integrität, um unserer eigenen inneren Führung zu folgen.

Folge deinem Glück

Ja, der Schöpfer in seiner unendlichen Großzügigkeit hat es uns leicht gemacht. Er hat die Welt so
angelegt, dass wir nur tun müssen, was uns glücklich macht: Schon handeln wir im Einklang mit
dem Kosmos und mit uns selbst. Und das führt uns zum Erfolg.

Anders gesagt: Mutter Natur hat kein Interesse daran, ihre Kinder kämpfen oder leiden zu sehen.
Deshalb: Wenn wir glücklich sind, stimmt die Richtung! Dann sind wir intuitiv auf dem richtigen
Weg. Wenn nicht, sollten wir schleunigst den Kurs wechseln.

Große Seelen haben Aufgaben; kleine haben Wünsche.
WASHINGTON IRVINC;, AMERIKANISCHER SCHRIFTSTELLER (1783-1859)

 

november[2]

 

Der neblig-trübe November gilt als die Zeit der Depressionen. Menschen sind antriebsärmer und müder, wenn die Tage kürzer und kälter werden. Das ist aber eine natürliche Reaktion wenn die Sonne, die als Energiespenderin an Kraft einbüßt. Depressionen treten im November aber nur bei einer bestimmten Personengruppe auf, die auf Lichtmangel besonders anfällig ist. Bei ihnen ist im Horoskop  eindeutig erkennbar die Sonne ungünstig gestellt.

Betroffene Leser achten also in den kommenden 2 Wochen unbedingt auf ein positives Selbstwertgefühl und lassen sich nicht täuschen von der fehlenden Lichtqualität der Sonne. Mehr als in den lichtreichen Monaten, tut Bewegung an der frische Luft gut.

Die sogenannte Winter- oder Lichtmangeldepression – auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt – ist seit alters her bekannt. Nun hat die Washington University School of Medicine wissenschaftlich belegt, dass es  einen deutlichen Zusammenhang gibt zwischen Vitamin-D-Mangel und gedrückter Stimmung.

Der lebenswichtige Vitalstoff kann nur durch ausreichend kurzwellige UVB-Strahlen gebildet werden, die direkt auf die Haut treffen. Er übernimmt für den Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt. Die wichtigste Funktion ist die Regulierung des Knochenstoffwechsels. So steigert es bei der Aufnahme von Kalzium aus dem Darm u. a. die Aktivität kalziumbindender Transportproteine im Darm, und die der knochenaufbauenden Zellen im Knochengewebe. Außerdem ist es beteiligt an der Steuerung des Phosphatstoffwechsels, steuert die Insulinausschüttung und hat deutlich krebshemmende Eigenschaften. Jüngste Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel an der Entstehung von Herzkrankheiten beteiligt sein kann.

 meditationw001[2]

Wir empfehlen neben frischer Luft, ausreichend Tageslicht, Yoga und Meditation zum Ausgleich des Vitamin D Mangels in der Winterzeit als Ernährungsergänzung

Vitamin D Hier im Shop erhältlich

Zeitgleich mit der abnehmenden Sonnenkraft und dem Jupitertransit der letzten Tage beobachten wir global eine Reihe von unerfreulichen Begebenheiten, die wir den Nachrichteninhalten entnehmen können.

Tsunami in Indonesien, Erdbeben, der indonesische Vulkan Merapi kommt nicht zur Ruhe, Terror, Blutbad in Honduras und Bagdad, Unfallgefahr, Bombenpackete, plötzlich auftretender Krater in Thüringen, Niederlage von Obama bei den Kongresswahlen in den USA u.ä.

Dies möchte ich wie folgt zu erklären:

Wenn Jupiter für Expansion steht, so ist im Zeichen seiner Schwäche, was von Saturn beherrscht wird, mit dem Gegenteil von Expansion zu rechnen, „Rückschritt“ und „Stagnation“.

Der Planet Jupiter wird in seiner Eigenschaft als Lehrer (Guru) universellen Wissens verstanden. Er lehrt den „Veda“ und verfügt über die Kenntnis des spirituellen Wegs: Wahrheit, Rechtschaffenheit, Nachhaltigkeit, Güte und Gerechtigkeit. In den kommenden 2 Monaten ist er wieder geschwächt, wie zu der Zeit der großen Finanzkrise. Das bedeutet, dass Geduld und Interesse verloren gehen, notwendige nachhaltige Reformmaßnahmen konsequent umzusetzen. So gibt es z.B.in Deutschland den „Ausstieg aus dem Atomausstieg“ und die amerikanischen Republikaner werden nun noch mehr die dringend erforderliche Klimareform verzögern und die Finanzmärkte mit billiger Liquidität versorgen und einen trügerischen Aufschwung, ohne Nachhaltigkeit und Stabilität vorantreiben. Wer aber mit offenen Ohren die Presse verfolgt und zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt hinter allem eine mächtige Kraft, die letztendlich alles ins positive Lot bringen wird und die Gesellschaft in ruhigere Bahnen lenken wird. 

Als Vertreter des Lichts, des göttlichen Gesetzes und der Vergegenwärtigung höherer Bildung, (Veda) ist Jupiter dem „Dharma“ zugeordnet. So nennt man ihn auch „Brihaspati“, der Lehrer der Götter. Er ist dem Licht, der Aufklärung und Erhellung, dem „Sat“ verbunden.  Hier sehen wir bis Dezember eine weitere wichtige Komponente, die geschwächt und in ihrer positiven Wirkkraft reduziert ist.

Wahrheit heißt in Sanskrit „Satya “. Satya wird abgeleitet vom Wort „Sat“, dem Sein, was ein Merkmal von Purusha oder Atman ist, dem göttlichen Selbst, unmanifestiertes, reines Bewusstsein.
Es ist das Urfeld aller Materie und Kraftfelder des Universums, was oft als „vereinheitlichtes Feld“ oder einheitliches Feld zusammengefasst wird . (Superstringtheorie)

Die Naturwissenschaft war von Anfang an bemüht, eine "Urformel", wie Einstein es ausdrückte, zu entwickeln, mit deren Hilfe alle Phänomene der Natur beschrieben werden können. Gerade in den letzten Jahren kam die theoretische Physik diesem Ziel durch die Ausarbeitung der "Einheitlichen Feldtheorien" (Superstringtheorie) näher. Sie beschreiben die als Grundlage aller gesetzmäßig ablaufenden Prozesse und Manifestationen in der Natur, das in sich die dafür notwendige unendliche Energie und Intelligenz beinhaltet. In der jahrtausendealten vedischen Wissenschaft wird dieses Feld* zugleich als der Grundzustand des menschlichen Bewusstseins beschrieben. (*in Sanskrit Purusha genannt)
Dieser Grundzustand des Bewusstseins enthält in Samenform die verschiedenen Qualitäten reiner Intelligenz - die Naturgesetze - die für den Aufbau der verschiedenen Strukturen des Universums verantwortlich sind. Diese grundlegende Intelligenzebene wird als "Veda" bezeichnet. Die verschiedenen Qualitäten der Intelligenz (Intelligenzmuster) wurden in der vedischen Literatur ausgearbeitet.

"Veda" was von der Sanskritsprachwurzel „Vid=Wissen“ abgeleitet wird, bedeutet "reines Wissen". Dieses Wissen wird auch als "Apaurusheya" bezeichnet, d.h. nicht vom Menschen geschaffen. Der Veda ist der Plan der Schöpfung, er enthält in Samenform alle Naturgesetze und ist sozusagen die das "Grundgesetz des Universums".  Hierbei handelt es sich nicht um ein menschliches Konzept, es ist kein Modell des menschlichen Verstandes. Frei von jeglicher Konditionierung oder Zuordnung menschlicher Referenzsysteme. Es hat seine selbsttragende Realität, jenseits der Worte oder menschlicher Erklärungsmodelle.

Versuchen wir nun das Wort" Apaurusheya " zu definieren. Beachten wir zunächst einmal zwei Einzelheiten, die in Sanskrit sehr detailliert betrachtet werden:

"A" und "Paurusheya".

"A" ist eine Silbe "Aaa". Hier handelt es sich im Klang der Stille bereist um die Nähe zu Purusha zu  "Paurusheya". Das Wort "Purusha" bedeutet Schweigen, völlige Stille. Es ist aber mehr als einfach nur Stille ohne zu Reden oder zu Denken. Es ist eine Stille, ohne sinnliche Wahrnehmung.

Also "A" ist ein stiller, in sich ruhender Klang.

"A-paurusheya": das Wort im Sinne der Sanskritübersetzung bedeutet so viel wie die zugrundliegende  ewige Struktur und Beschaffenheit des Universums.

"Nitya" und "Apaurusheya"- der kosmische Kodex, der für alle Richtlinien, Prozesse und verfügbaren Ressourcen im Universum ewig, unveränderlich und ohne Beschränkungen zuständig ist. Das ständig expandierende Universum, welches ewigwährend und unvergänlich, "Nitya und "Apaurusheya" ist.

In der vedischen Philosophie gibt es eine Reihe von Erläuterungen, die Dharma beschreiben.  Sprechen wir von dem oben genannten kosmischen Kodex, so ist damit zweifelsohne der „Sanatana Dharma“ gemeint.

So ist Dharma ein ganz zentraler Begriff der indischen Weltanschauung, der in drei unterschiedliche Arten differenziert wird:

1.    Sanatana-Dharma
2.    Yuga-Dharma
3.    Sva- Dharma

Wie wir bereits vorab erfahren haben, steht der „Sanatana-Dharma“ für das ewige Gesetz. Ein allumfassendes Gebot der Weisheit, des Rechts, durchdringend, vereinend, integrierend und zusammenhaltend aller Welten und Wesen.

Die Sprachwurzel des Wortes Dharma geht auf den Ursprung von „DHR“ zurück. „Das, was die Welt im innersten zusammenhält“ (Goethes Faust). Damit sind die innewohnenden Naturgesetze gemeint, die alles Leben, Wirken und Entstehen auf chemischen, physischen und feinstofflichen Schöpfungsebenen verwalten, zu denen auch die psychischen und geistigen Stufen gehören.
Alles was lebendig und geschaffen ist, wird von Dharma durchdrungen, quer durch alles, was sich offenbart und besteht. Horizontal und vertikal, fein-stofflich und grob-stofflich.

Die meisten östlichen Weisheitstraditionen lehren, dass wir trotz der scheinbaren Trennung von einander, alle Teil eines grenzenlosen Intelligenzfelds sind. Der chinesische Weise Lao Tzu beschreibt das Feld in seinem wunderschönen Werk, dem Tao Te Ching wie folgt:
„Da war etwas formloses und vollkommenes bevor das Universum geboren wurde. Es ist ruhig.. grenzenlos.. ewig.. gegenwärtig. Es ist die Mutter des Universums. Weil mir kein besserer Name einfällt, nenne ich es das Tao.“
"Tat Twam Asi": (Chandogya Upanishad 6.8.7,) "Du bist das, dies ist das, all dies ist das!" Brahman, die utlimative Realität. Die Chandogya Upanishad beschreibt im Beispiel des Feigenbaums die Quelle allen Seins wie folgt: Bitte hier weiterlesen

Yuga-Dharma

Das Yuga-Dharma beschreibt eine längere Epoche, die auch mit Weltalter übersetzt werden kann. Hierbei handelt es sich um sehr lange Zeiträume, die jede menschliche und kulturelle Ära überdauern. Es ist eine Periode, in der gewisse Aspekte des Sanatana- Dharma eine besondere Wichtigkeit für das Leben der Menschen haben. Sie reichen von Ordnung, Stabilität, Frieden, Wohlstand, Weisheit und Erkenntnis bis hin zu Dunkelheit, Starrheit, Ignoranz, höchstem Materialismus, Krieg und Terror.

Insgesamt gibt es vier solcher Yugas oder Zeitalter, auf die die alten Schriften des Rig Vedas oder der Surya Siddhanta hinweisen, mit jeweils anderen oder spezifischen allgemein gültigen Gesetzmäßigkeiten, die ihre Wurzeln für menschliches Verhalten und Kulturepochen im Sanatana-Dharma haben.

Diese großen Weltzeitalter werden in folgende Phasen unterteilt:

Krita oder Sat Yuga = 1.728.000 Menschenjahre.
Treta Yuga = 1.296.000 Menschenjahre (drei Viertel des Krita-Yuga).
Dvapara Yuga = 864.000 Menschenjahre (zwei Viertel des Krita Yuga).
Kali Yuga = 432.000 Menschenjahre (ein Viertel des Krita Yuga).

Dies Summe dieser Yugas ergibt 4.320.000 Jahre und wird ein „Kalpa“ genannt. Kalpa ist nach der vedisch mathematischen Zeitberechnung auch ein Tag Brahmas, der einen Zeitraum von 4.320 Millionen Jahren umfasst und an dessen Ende die Auflösung der ganzen Schöpfung erfolgen soll.

Nach indischer Auffassung, befinden wir uns zur Zeit am Ende des Kali-Yuga, indem das Sanatana- Dharma nur als kleiner Same vorhanden ist. Die Grenze zum Dvapara-Yuga, dem aufsteigenden Zeitalter des Lichts, wird augenblicklich in unserer Generation erreicht.

Sva-Dharma

Wie wird das Dharma im persönlichen Leben umgesetzt? Darum geht es, im Sva-Dharma, was richtungsweisend ist für das individuelle und alltägliche Leben. Wir erfahren unser intimes Naturgesetz. Vertraulich gültig, ur-individuell wirkt der Sanatana-Dharma in unserem persönlichen Leben. Er hält uns auf dem rechten Pfad, führt uns zu einem Leben im Einklang mit den Naturgesetzen, selbstbestimmt und im bestmöglichen Fall in jeder Lebenssituation  richtiges Handeln zu ermöglichen.

Im Gegenteil davon, bedeutet das Handeln eines Menschen oder einer Kultur, was nicht im Einklang mit dem „Sanatana-Dharma“ steht im Extremfall „Adharma“.

„Adharma“ drückt sich aus durch Gesetzlosigkeit, Zerstörungsdrang, unheilbringender Wirkung und in der Umgebung, zu sich selbst, zu seiner sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Umgebung. Hier drückt sich die absolute Verneinung aus, von allem was dem Licht verpflichtet ist, was schön, gut und göttlich ist. Ein Zustand tiefster, innerlicher Umnachtung und Unwissenheit. Das Gegenteil von Erleuchtung.

Hören wir also in den nächsten Monaten mehr auf unsere innere Stimme und Vertrauen auf die Gesetze des Lichts, die im kommenden Jahr potenziell auf allen Ebenen unseres Lebens neue und positive Akzente setzen werden.

www.vedharma.de

shop.vedharma.de

www.jyotishi.de

Jupiter, Lehrer des Dharma

unendlichkeit_dharma[1]

Am vergangenen Sonntag wurden um 3 Uhr MESZ in der Früh die Uhren auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt. Damit wurde in Mitteleuropa die Sommerzeit beendet. Zeitgleich fand ein Transit von Jupiter für die kommenden 2 Monate statt. Zurück in den Wassermann, dem Zeichen seines Falls, welches er im Mai zu unserer Freude und Erleichterung verlassen hatte. Diese laufenden 2 Monate, werden wichtig sein für die Weichenstellungen des kommenden Jahres 2011, was laut indischem Kalender morgen am 5. November zu Neumond mit dem Diwalifest  beginnt.
Dazu unsere vorherigen Beiträge der Jahre 2007  und  2008  . 

Wurde die „Zeit des Aufschwungs“ wirklich nachhaltig genutzt, im Sinne des erforderlichen globalen Wertewandels?

In einem ganz umfassenden Sinn, möchte die vedische Lehre dem Mensch Orientierung geben, dem Einzelnen seinen individuellen Ort zuweisen, in Familie, Gesellschaft und Kosmos. Menschliches Denken und Handeln wird rückgebunden über dieses Leben hinaus, an den Dharma, die moralische und universelle Ordnung, an das große Ganze. „Sanatana Dharma“, das allumfassenden kosmische Ordnungsprinzip, an das alle Wesen die Verpflichtung haben sich zu halten, um so in Harmonie mit den Gesetzen der Natur zu leben.

In der vedischen Astrologie, bezeichnet man die Lebensbereiche im Horoskop die, als 1., 5., und 9. Haus bestimmt werden, als Entwicklungshäuser. Sie werden als Dharmahäuser angesehen, die mit dem Wirken in der äußeren Welt verbunden sind und das eigene persönliche Dharma (Sva-Dharma) aufzeigen. Sie zeigen uns wer wir sind (erstes Haus), unsere Kreativität (fünftes Haus), unsere Ideale, Werte und Prinzipien nach denen wir in diesem Leben streben (9. Haus)

In den vedischen Wissenschaften bringen wir mit dem Begriff „Paramatman“ dem Höchsten Selbst, Purusha oder Atman, die Sonne (Surya) in Beziehung. Sie symbolisiert das höchste Dharma (Sanatana Dharma).

Im Monat November ist die Sonne, die als leuchtendes Licht und Orientierung für das Dharma  steht, schwächlich. Sie wirkt in den nördlichen Breiten unseres Erdballs mit ihrer im Sommer wärmenden Kraft nur kümmerlich. Macht, Prestige, Einflussbereich, Selbstwertgefühl, Kraft sind Eigenschaften der Sonne, die im November spärlich sind und eine Zeit für manchen zu Depressionen und Ängsten führt.

Wenn unsere Lebenserfahrungen (Aszendent) in Harmonie mit den Absichten unserer Seele sind (Sonne), erleben wir die Welt als positiv. Ein beständiges Gefühlserlebnis des Friedens und innerer  Ausgeglichenheit (Mond) begleitet unseren Lebensweg. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, wenn unsere Erfahrungen nicht in Harmonie sind, gibt es Stress, Schmerzen, Unruhe und bedrückende Lebenssituationen.

Seit nunmehr 2 Wochen befindet sich die Sonne im Zeichen ihrer Schwäche, der Waage. Bis zum 16. November ist die Sonne ihrer inneren Kraft beraubt und entkräftet. Anstatt unserer inneren Selbstbestimmtheit und unserem persönlichen Wertesystems zu folgen, versuchen wir eine Übereinstimmung mit der tiefen Wahrheit unserer Seele zu erlangen. Ein schwieriges Wagnis während der herbstlichen Zeitspanne.

Handeln im Einklang mit der Wahrhaftigkeit unserer Seele, ohne die notwendige Bestätigung von anderen für unser Handeln im Vorfeld einzuholen. Agieren ohne um die Anerkenntnis unserer Handlungs-, und Entscheidungsgrundsätze zu bitten, nur damit wir von unserem sozialen Umfeld geliebt werden oder bewundert werden.

Eine starke und erhabene Sonne gibt uns Vertrauen, Klarheit und Integrität, um unserer eigenen inneren Führung zu folgen.

Folge deinem Glück

Ja, der Schöpfer in seiner unendlichen Großzügigkeit hat es uns leicht gemacht. Er hat die Welt so
angelegt, dass wir nur tun müssen, was uns glücklich macht: Schon handeln wir im Einklang mit
dem Kosmos und mit uns selbst. Und das führt uns zum Erfolg.

Anders gesagt: Mutter Natur hat kein Interesse daran, ihre Kinder kämpfen oder leiden zu sehen.
Deshalb: Wenn wir glücklich sind, stimmt die Richtung! Dann sind wir intuitiv auf dem richtigen
Weg. Wenn nicht, sollten wir schleunigst den Kurs wechseln.

Große Seelen haben Aufgaben; kleine haben Wünsche.
WASHINGTON IRVINC;, AMERIKANISCHER SCHRIFTSTELLER (1783-1859)

 

november[2]

 

Der neblig-trübe November gilt als die Zeit der Depressionen. Menschen sind antriebsärmer und müder, wenn die Tage kürzer und kälter werden. Das ist aber eine natürliche Reaktion wenn die Sonne, die als Energiespenderin an Kraft einbüßt. Depressionen treten im November aber nur bei einer bestimmten Personengruppe auf, die auf Lichtmangel besonders anfällig ist. Bei ihnen ist im Horoskop  eindeutig erkennbar die Sonne ungünstig gestellt.

Betroffene Leser achten also in den kommenden 2 Wochen unbedingt auf ein positives Selbstwertgefühl und lassen sich nicht täuschen von der fehlenden Lichtqualität der Sonne. Mehr als in den lichtreichen Monaten, tut Bewegung an der frische Luft gut.

Die sogenannte Winter- oder Lichtmangeldepression – auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt – ist seit alters her bekannt. Nun hat die Washington University School of Medicine wissenschaftlich belegt, dass es  einen deutlichen Zusammenhang gibt zwischen Vitamin-D-Mangel und gedrückter Stimmung.

Der lebenswichtige Vitalstoff kann nur durch ausreichend kurzwellige UVB-Strahlen gebildet werden, die direkt auf die Haut treffen. Er übernimmt für den Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt. Die wichtigste Funktion ist die Regulierung des Knochenstoffwechsels. So steigert es bei der Aufnahme von Kalzium aus dem Darm u. a. die Aktivität kalziumbindender Transportproteine im Darm, und die der knochenaufbauenden Zellen im Knochengewebe. Außerdem ist es beteiligt an der Steuerung des Phosphatstoffwechsels, steuert die Insulinausschüttung und hat deutlich krebshemmende Eigenschaften. Jüngste Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel an der Entstehung von Herzkrankheiten beteiligt sein kann.

 meditationw001[2]

Wir empfehlen neben frischer Luft, ausreichend Tageslicht, Yoga und Meditation zum Ausgleich des Vitamin D Mangels in der Winterzeit als Ernährungsergänzung

Vitamin D Hier im Shop erhältlich

Zeitgleich mit der abnehmenden Sonnenkraft und dem Jupitertransit der letzten Tage beobachten wir global eine Reihe von unerfreulichen Begebenheiten, die wir den Nachrichteninhalten entnehmen können.

Tsunami in Indonesien, Erdbeben, der indonesische Vulkan Merapi kommt nicht zur Ruhe, Terror, Blutbad in Honduras und Bagdad, Unfallgefahr, Bombenpackete, plötzlich auftretender Krater in Thüringen, Niederlage von Obama bei den Kongresswahlen in den USA u.ä.

Dies möchte ich wie folgt zu erklären:

Wenn Jupiter für Expansion steht, so ist im Zeichen seiner Schwäche, was von Saturn beherrscht wird, mit dem Gegenteil von Expansion zu rechnen, „Rückschritt“ und „Stagnation“.

Der Planet Jupiter wird in seiner Eigenschaft als Lehrer (Guru) universellen Wissens verstanden. Er lehrt den „Veda“ und verfügt über die Kenntnis des spirituellen Wegs: Wahrheit, Rechtschaffenheit, Nachhaltigkeit, Güte und Gerechtigkeit. In den kommenden 2 Monaten ist er wieder geschwächt, wie zu der Zeit der großen Finanzkrise. Das bedeutet, dass Geduld und Interesse verloren gehen, notwendige nachhaltige Reformmaßnahmen konsequent umzusetzen. So gibt es z.B.in Deutschland den „Ausstieg aus dem Atomausstieg“ und die amerikanischen Republikaner werden nun noch mehr die dringend erforderliche Klimareform verzögern und die Finanzmärkte mit billiger Liquidität versorgen und einen trügerischen Aufschwung, ohne Nachhaltigkeit und Stabilität vorantreiben. Wer aber mit offenen Ohren die Presse verfolgt und zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt hinter allem eine mächtige Kraft, die letztendlich alles ins positive Lot bringen wird und die Gesellschaft in ruhigere Bahnen lenken wird. 

Als Vertreter des Lichts, des göttlichen Gesetzes und der Vergegenwärtigung höherer Bildung, (Veda) ist Jupiter dem „Dharma“ zugeordnet. So nennt man ihn auch „Brihaspati“, der Lehrer der Götter. Er ist dem Licht, der Aufklärung und Erhellung, dem „Sat“ verbunden.  Hier sehen wir bis Dezember eine weitere wichtige Komponente, die geschwächt und in ihrer positiven Wirkkraft reduziert ist.

Wahrheit heißt in Sanskrit „Satya “. Satya wird abgeleitet vom Wort „Sat“, dem Sein, was ein Merkmal von Purusha oder Atman ist, dem göttlichen Selbst, unmanifestiertes, reines Bewusstsein.
Es ist das Urfeld aller Materie und Kraftfelder des Universums, was oft als „vereinheitlichtes Feld“ oder einheitliches Feld zusammengefasst wird . (Superstringtheorie)

Die Naturwissenschaft war von Anfang an bemüht, eine "Urformel", wie Einstein es ausdrückte, zu entwickeln, mit deren Hilfe alle Phänomene der Natur beschrieben werden können. Gerade in den letzten Jahren kam die theoretische Physik diesem Ziel durch die Ausarbeitung der "Einheitlichen Feldtheorien" (Superstringtheorie) näher. Sie beschreiben die als Grundlage aller gesetzmäßig ablaufenden Prozesse und Manifestationen in der Natur, das in sich die dafür notwendige unendliche Energie und Intelligenz beinhaltet. In der jahrtausendealten vedischen Wissenschaft wird dieses Feld* zugleich als der Grundzustand des menschlichen Bewusstseins beschrieben. (*in Sanskrit Purusha genannt)
Dieser Grundzustand des Bewusstseins enthält in Samenform die verschiedenen Qualitäten reiner Intelligenz - die Naturgesetze - die für den Aufbau der verschiedenen Strukturen des Universums verantwortlich sind. Diese grundlegende Intelligenzebene wird als "Veda" bezeichnet. Die verschiedenen Qualitäten der Intelligenz (Intelligenzmuster) wurden in der vedischen Literatur ausgearbeitet.

"Veda" was von der Sanskritsprachwurzel „Vid=Wissen“ abgeleitet wird, bedeutet "reines Wissen". Dieses Wissen wird auch als "Apaurusheya" bezeichnet, d.h. nicht vom Menschen geschaffen. Der Veda ist der Plan der Schöpfung, er enthält in Samenform alle Naturgesetze und ist sozusagen die das "Grundgesetz des Universums".  Hierbei handelt es sich nicht um ein menschliches Konzept, es ist kein Modell des menschlichen Verstandes. Frei von jeglicher Konditionierung oder Zuordnung menschlicher Referenzsysteme. Es hat seine selbsttragende Realität, jenseits der Worte oder menschlicher Erklärungsmodelle.

Versuchen wir nun das Wort" Apaurusheya " zu definieren. Beachten wir zunächst einmal zwei Einzelheiten, die in Sanskrit sehr detailliert betrachtet werden:

"A" und "Paurusheya".

"A" ist eine Silbe "Aaa". Hier handelt es sich im Klang der Stille bereist um die Nähe zu Purusha zu  "Paurusheya". Das Wort "Purusha" bedeutet Schweigen, völlige Stille. Es ist aber mehr als einfach nur Stille ohne zu Reden oder zu Denken. Es ist eine Stille, ohne sinnliche Wahrnehmung.

Also "A" ist ein stiller, in sich ruhender Klang.

"A-paurusheya": das Wort im Sinne der Sanskritübersetzung bedeutet so viel wie die zugrundliegende  ewige Struktur und Beschaffenheit des Universums.

"Nitya" und "Apaurusheya"- der kosmische Kodex, der für alle Richtlinien, Prozesse und verfügbaren Ressourcen im Universum ewig, unveränderlich und ohne Beschränkungen zuständig ist. Das ständig expandierende Universum, welches ewigwährend und unvergänlich, "Nitya und "Apaurusheya" ist.

In der vedischen Philosophie gibt es eine Reihe von Erläuterungen, die Dharma beschreiben.  Sprechen wir von dem oben genannten kosmischen Kodex, so ist damit zweifelsohne der „Sanatana Dharma“ gemeint.

So ist Dharma ein ganz zentraler Begriff der indischen Weltanschauung, der in drei unterschiedliche Arten differenziert wird:

1.    Sanatana-Dharma
2.    Yuga-Dharma
3.    Sva- Dharma

Wie wir bereits vorab erfahren haben, steht der „Sanatana-Dharma“ für das ewige Gesetz. Ein allumfassendes Gebot der Weisheit, des Rechts, durchdringend, vereinend, integrierend und zusammenhaltend aller Welten und Wesen.

Die Sprachwurzel des Wortes Dharma geht auf den Ursprung von „DHR“ zurück. „Das, was die Welt im innersten zusammenhält“ (Goethes Faust). Damit sind die innewohnenden Naturgesetze gemeint, die alles Leben, Wirken und Entstehen auf chemischen, physischen und feinstofflichen Schöpfungsebenen verwalten, zu denen auch die psychischen und geistigen Stufen gehören.
Alles was lebendig und geschaffen ist, wird von Dharma durchdrungen, quer durch alles, was sich offenbart und besteht. Horizontal und vertikal, fein-stofflich und grob-stofflich.

Die meisten östlichen Weisheitstraditionen lehren, dass wir trotz der scheinbaren Trennung von einander, alle Teil eines grenzenlosen Intelligenzfelds sind. Der chinesische Weise Lao Tzu beschreibt das Feld in seinem wunderschönen Werk, dem Tao Te Ching wie folgt:
„Da war etwas formloses und vollkommenes bevor das Universum geboren wurde. Es ist ruhig.. grenzenlos.. ewig.. gegenwärtig. Es ist die Mutter des Universums. Weil mir kein besserer Name einfällt, nenne ich es das Tao.“
"Tat Twam Asi": (Chandogya Upanishad 6.8.7,) "Du bist das, dies ist das, all dies ist das!" Brahman, die utlimative Realität. Die Chandogya Upanishad beschreibt im Beispiel des Feigenbaums die Quelle allen Seins wie folgt: Bitte hier weiterlesen

Yuga-Dharma

Das Yuga-Dharma beschreibt eine längere Epoche, die auch mit Weltalter übersetzt werden kann. Hierbei handelt es sich um sehr lange Zeiträume, die jede menschliche und kulturelle Ära überdauern. Es ist eine Periode, in der gewisse Aspekte des Sanatana- Dharma eine besondere Wichtigkeit für das Leben der Menschen haben. Sie reichen von Ordnung, Stabilität, Frieden, Wohlstand, Weisheit und Erkenntnis bis hin zu Dunkelheit, Starrheit, Ignoranz, höchstem Materialismus, Krieg und Terror.

Insgesamt gibt es vier solcher Yugas oder Zeitalter, auf die die alten Schriften des Rig Vedas oder der Surya Siddhanta hinweisen, mit jeweils anderen oder spezifischen allgemein gültigen Gesetzmäßigkeiten, die ihre Wurzeln für menschliches Verhalten und Kulturepochen im Sanatana-Dharma haben.

Diese großen Weltzeitalter werden in folgende Phasen unterteilt:

Krita oder Sat Yuga = 1.728.000 Menschenjahre.
Treta Yuga = 1.296.000 Menschenjahre (drei Viertel des Krita-Yuga).
Dvapara Yuga = 864.000 Menschenjahre (zwei Viertel des Krita Yuga).
Kali Yuga = 432.000 Menschenjahre (ein Viertel des Krita Yuga).

Dies Summe dieser Yugas ergibt 4.320.000 Jahre und wird ein „Kalpa“ genannt. Kalpa ist nach der vedisch mathematischen Zeitberechnung auch ein Tag Brahmas, der einen Zeitraum von 4.320 Millionen Jahren umfasst und an dessen Ende die Auflösung der ganzen Schöpfung erfolgen soll.

Nach indischer Auffassung, befinden wir uns zur Zeit am Ende des Kali-Yuga, indem das Sanatana- Dharma nur als kleiner Same vorhanden ist. Die Grenze zum Dvapara-Yuga, dem aufsteigenden Zeitalter des Lichts, wird augenblicklich in unserer Generation erreicht.

Sva-Dharma

Wie wird das Dharma im persönlichen Leben umgesetzt? Darum geht es, im Sva-Dharma, was richtungsweisend ist für das individuelle und alltägliche Leben. Wir erfahren unser intimes Naturgesetz. Vertraulich gültig, ur-individuell wirkt der Sanatana-Dharma in unserem persönlichen Leben. Er hält uns auf dem rechten Pfad, führt uns zu einem Leben im Einklang mit den Naturgesetzen, selbstbestimmt und im bestmöglichen Fall in jeder Lebenssituation  richtiges Handeln zu ermöglichen.

Im Gegenteil davon, bedeutet das Handeln eines Menschen oder einer Kultur, was nicht im Einklang mit dem „Sanatana-Dharma“ steht im Extremfall „Adharma“.

„Adharma“ drückt sich aus durch Gesetzlosigkeit, Zerstörungsdrang, unheilbringender Wirkung und in der Umgebung, zu sich selbst, zu seiner sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Umgebung. Hier drückt sich die absolute Verneinung aus, von allem was dem Licht verpflichtet ist, was schön, gut und göttlich ist. Ein Zustand tiefster, innerlicher Umnachtung und Unwissenheit. Das Gegenteil von Erleuchtung.

Hören wir also in den nächsten Monaten mehr auf unsere innere Stimme und Vertrauen auf die Gesetze des Lichts, die im kommenden Jahr potenziell auf allen Ebenen unseres Lebens neue und positive Akzente setzen werden.

www.vedharma.de

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Mittwoch, 1. September 2010

Janma Ashtami, Geburt Krishnas

krishna[2]

Namasté

Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Nach einem größtenteils verregneten Juli und August, starten wir in den September und somit in den Herbst. So ist heute der meteorologische Herbstanfang. Die Sommerferien gehen zu Ende und ich hoffe, jeder konnte die Sommerzeit nutzen, um ein wenig Ruhe und Erholung im Urlaub zu finden. Es beginnt die Jahreszeit der Stille und Einkehr. Damit verbunden sind auch eine Reihe von Festen und Feiertagen, die in vielen Kulturen immer noch vom Mondzyklus bestimmt werden und in der vedischen Astrologie besonders hervorzuheben sind.

Heute stimmt die Zeit der Sonnenuhr mit derjenigen der lokalen Ortszeit überein. Trotzdem steht aber die Sonne nicht um 12 Uhr genau im Süden, d.h. am höchsten Punkt ihrer täglichen Bahn.  Einerseits haben wir mit der Einführung der Sommerzeit während dem Sommerhalbjahr erst um 13 Uhr Mittag, andererseits leben wir nicht nach der Lokalzeit, sondern nach regionalem Zeitzonen. Bei jeder modernen Astrologiesoftware, die im professionellen Bereich eingesetzt wird, finden wir zur genauen Ortsangabe Datenbanken mit Zeitzonenatlas und Geburtsortssuche. So kann der korrekte Aszendent und Sonnenstand zum Zeitpunkt der Geburt ermittelt werden.

Bei der Berechnung von Horoskopen, wird auf die lokale Ortszeit besonders achtgegeben. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Längengrades, des Breitengrades und der Sommerzeit.

Die Erde ist seit dem späten 19. Jahrhundert in Zeitzonen unterteilt, die durchschnittlich 15 Längengrade umfassen. Jeder Ort gehört zu einer bestimmten Zeitzone, wobei die Entscheidung, zu welcher, eine politische ist, die von der Regierung des jeweiligen Gebiets getroffen wird. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Gebietsabtretungen und ähnlichen Ereignissen wechselte in der Geschichte die von den jeweiligen Machthabern festgelegte Zeitzone.
Die Zeitzone wird an vielen Orten durch Sommerzeit-Regelungen modifiziert, das heißt, viele Orte wechseln zweimal jährlich die effektiv geltende Zeitzone.

Man sollte folgende Begriffe keinesfalls verwechseln:

Ortszeit = lokal geltende, auf Uhren angezeigte Zeit, engl. local time
mittlere Ortszeit = bis Ende des 19. Jhd geltende Zeitnorm, engl. local mean time (LMT)
wahre Ortszeit = von Sonnenuhren angezeigte Zeit, Zeitnorm vor Einführung mechanischer Uhren, emgl. true local time oder local apparent time (LAT)
Greenwichzeit = mittlere Ortszeit der Sternwarte von Greenwich, welche den Nullmeridian festlegt, engl. Abkürzung GMT
Weltzeit = moderne Bezeichnung für Greenwichzeit, englisch Universal Time, Abk. UT

Die mitteleuropäische Zeit CET/MEZ/MESZ ist die Lokalzeit für Orte mit einer geografischen Länge von 15° Ost. Weil sich die Erde in 24 Stunden um ihre Achse dreht, entspricht eine Abweichung von einem Längengrad einer zeitlichen Differenz zwischen Lokal- und Zonenzeit von 4 Minuten. Für Orte westlich von 15° Ost kulminiert die Sonne entsprechend später, z.B. Mannheim oder Zürich 26 Minuten später. Östlich von 15° Ost ist früher "Mittag": z.B. in Wien 5 Minuten früher.

Heute am 1. September ist Halbmond. Der Mond steht im Stier, im Mondhaus (Nakshatra) „Rohini“.  Venus befindet sich in der Nähe des Sterns Spica,  im Mondhaus Chitra.  Sie ist heute glücklich in das eigene Zeichen der Waage eingetreten und verlässt das Zeichen ihrer Schwäche. Sie befindet sich nun bis 22. September im Zeichen ihrer Erhöhung (Mooltrikona) und wird dann in Konjunktion mit Mars gehen.

Für diejenigen, deren Aszendent im Zeichen der Waage steht, oder die Venus entsprechend der individuellen Horoskopqualitäten freundschaftlich gesonnen ist, wird sie in diesem Monat besonders gute Ergebnisse liefern.

Im Monat September finden eine Reihe spirituelle Feste statt:

Der wohl wichtigste Termin auf den ich hinweisen möchte, ist der 2. September.

In Indien werden alle Feiertage nach dem Mondkalender bestimmt. Diese sind somit ausschließlich bewegliche Feste.

Während wir jährlich am 24. Dezember die Geburt Jesus Christus feiern, findet der Geburtstag von Krishna laut Mond Kalender an “Janma Ashtami“,
dem 8. Mondtag der abnehmenden Mondphase (Krishna Paksha) im Monat Sravana statt. (August-September)

Dieser besondere Feiertag fällt in diesem Jahr auf den 2. September. Krishna ist eine hinduistische Form des Göttlichen und wird meist als der achte Avatar von Vishnu verehrt. Für seine Anhänger ist er die Inkarnation des Höchsten. Er ist die Verkörperung des Vedas und des "Dharma”. Krishna offenbarte „Dharmavidya“, das Wissen und die Kenntnis der  Rechtschaffenheit. Er beschützt diejenigen, die "Dharma” leben und schützen.

„Dharmo Rakshati Rakshitaram „ wie es in einem Zitat in der „Manava Dharma Shastra“ oder „Manu Smritis“, dem Gesetzbuch des Manus formuliert ist.

Der Mondtag, (Tithi) der diesen Geburtstag definiert, wird nach der exakten Sonnenaufgangszeit bestimmt.  Somit fällt Janma Ashtami in Europa auf den 2. September. Das Fest wird in Indien bereits am 1. September gefeiert.

Für das Aufsteigen des Ashtami Tithi, gibt es einen Zeitunterschied von 10 Minuten nach Sonnenaufgang und des Eintritts des Mondes in das „Rohini“ Nakashatra um 09:49 Uhr in Mitteleuropa. Hierdurch entsteht ein kalendarischer Unterschied, der bei der Berechnung von Muhurtas bzw. Bestimmungen für qualitative Zeitberechnungen und Zeitfenstern vom Astrologen zu beachten ist.

Zu dem Thema  Muhurta, über die Qualität der Zeit, werde ich in meinem nächsten Schreiben näher eingehen, denn dieser Bereich der vedischen Astrologie zählt zu einem der wichtigsten Zweige dieser Wissenschaft.

Janma Ashtami wird über zwei Tage gefeiert. So darf allerdings das Nakshatra (Mondhaus) "Rohini" indem der Mond dann steht, nicht auf denselben Tag fallen.

Der erste Tag ist als Krishnashtami bekannt. Er ist der eigentliche Geburtstag von Krishna Bhagwan und fällt auf den achten Tag nach Raksha Bandhan. Dieser fällt in der Regel in den Monat August. Der zweite Tag des Geburtstages ist als Kalashtami bekannt.

Die Beschäftigung mit Begebenheiten aus Krishnas Jugend sind ein zentraler Teil des Festes: überall im Land veranstaltet man Bühnenspiele mit den verschiedenen Episoden, den göttlichen Spielen, „Lilas“ genannt. Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Thema und Lesungen aus der Bhagavadgita  und dem Bhagavata Purana, den wichtigen mit Krishna in Zusammenhang stehenden Büchern, sollen die Menschen mit seinen Lehren vertraut machen.

Zur Vorbereitung auf das Fest fasten viele Gläubige bis Mitternacht, der Geburtsstunde Krishnas. Idealerweise um Mitternacht, aber in der Praxis häufig am Abend davor, zelebriert man mit Pracht das Gedenken an die Geburt des göttlichen Kindes. Die Tempel werden geschmückt, es werden Lieder mit dem Namen Gottes gesungen, Glocken geläutet, das Muschelhorn wird geblasen und Sanskrithymnen zu Ehren Krishnas rezitiert. Während des rituellen Gottesdienstes, der Puja, verehrt der Priester Krishna in einer Murti, wie Hindus konsekrierte Statuen nennen, oder in einer Puppe in einem kleinen Bett, welches die Frauen vorher über und über mit Blumen geschmückt haben. Für Pujas im privaten Bereich oder in einem gemeinsam organisierten Fest ruft man meist einen Priester, der die Zeremonie durchführt. Am Ende des Ritus darf jede der Frauen das Kind mit mütterlicher Liebe füttern, indem sie mit einem kurzem Gebet etwas Milchbrei auf dem Finger anbietet.

Besondere Bedeutung hat Janmasthami in Mathura im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, das für die Gläubigen der Ort von Krishnas Geburt ist. Dort feiern Einwohner und zigtausende von Pilgern aus der ganzen Welt das Fest in den vielen Tempeln der Stadt mit festlichen Gottesdiensten. Das indische Fernsehen überträgt die Feierlichkeiten, damit jeder im ganzen Land daran teilhaben kann. Die Bedeutung für Hindus ist vergleichbar mit den Weihnachtstagen für Christen in Bethlehem.

Über die Umstände der Geburt Krishnas berichtet das Bhagavatapurana. Krishna gehörte der königlichen Familie von Mathura an und war der achte Sohn von Prinzessin Devaki und ihrem Gatten Vasudeva, dem Sohn eines Yadava-Königs. König Kansa von Mathura war Devakis Cousin. Um auf den Thron zu gelangen, hatte er seinen Vater König Ugrasena ins Gefängnis werfen lassen. Nach der Vermählung von Devaki und Vasudeva prophezeite ihm eine Stimme, der achte Sohn des Paares würde ihn töten. Daraufhin hält er beide im Palastkerker gefangen und tötet die ersten sechs Kinder gleich nach der Geburt. Das siebente kann – nach einer scheinbaren Fehlgeburt – gerettet werden. Krishna kommt als achtes Kind zur Welt und in einer vorübergehenden Vision können die Eltern ihn in seiner kosmischen Form mit vier Händen sehen. Durch seine Wunderkräfte schlafen die Wärter ein, die Kerkerketten zerspringen und die Türen springen auf. Vasudeva flieht mit dem Neugeborenen über den Fluss Yamuna in das Dorf Gokul (bei Vrindavan im heutigen indischen Bundesstaat Uttar Pradesh), wo Krishna bei den Pflegeeltern Yasoda und Nanda aufwächst. Damit sich die Weissagung nicht erfüllen kann, sendet Kamsa einen Dämon aus, um den Neugeborenen zu töten. Doch Krishna überlebt und wächst als Hirte unter Kuh-Hirten auf. Daher ist mit seiner Geschichte besonders auch die Verehrung der Kuh verbunden.

Von dem Zwiegeschpräch zwischen Arjuna und Krishna handelt die Bhagavad Gita („der Gesang Gottes“), verkürzt auch nur Gita.

Sie ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus und hat die Form eines spirituellen Gedichts. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden, des orthodoxen Brahmanismus, des Yoga u.a.m., steht aber den Upanischaden gedanklich am nächsten.

„O Sohn des Bharata, so oft ein Niedergang des Dharma (Rechtschaffenheit, Tugend) und ein Überhandnehmen von Ungerechtigkeit und Laster in der Welt eintritt, erschaffe ich mich selbst unter den Kreaturen. So verkörpere ich mich von Periode zu Periode für die Bewahrung der Gerechten, die Zerstörung der Boshaften und die Aufrichtung des Dharma.“

Krishna kommt in der Bhagavad Gita, je nach Kontext, unterschiedliche Bedeutung zu: Einmal wird er als das kosmische Selbst angesehen, das alles Lebende durchdringt; ein anderer Aspekt ist die Bedeutung als innere Göttlichkeit, die eine Reflexion des kosmischen Selbstes in jedem Lebewesen ist. Eine dritte Funktion ist die des spirituellen Lehrers.

"Wer im Handeln das Nicht-Handeln wahrnehmen kann und erkennt, wie das Wirken sich fortsetzt, wenn er vom Wirken zurücktritt, ist unter den Menschen derjenige von wahrer Vernunft und Unterscheidungskraft."
Bhagavadgita

Weitere Feiertage im September nach dem indischen Mondkalender:

Janma Ashtami - 2. September 2010
Swarna Gauri Vratam - 10. September - Fastentag der Frauen
Ganesh Chathurti- 11. September 2010 (Ganeshs Geburtstag)
Shraaddh- Pitris Paksha - 24 September bis 7. Oktober

Zu beachtende Positionen der Planeten im September:

die Sonne geht in die Jungfrau am 17. September um 01:59 MEZ
Mangal, (Mars) geht in die Waage am 5. September um 23.34 Uhr
Budha, [Merkur] wird nach seiner Rückläufigkeit, die er seit dem 20. August inne hat, wieder direktläufig im Löwen, am 13. September um 01.09 Uhr und geht dann am 30. September in die Jungfrau um 07:24 Uhr
Jupiter bleibt während des gesamten Monats rückläufig in seiner Stellung in den Fischen, im 1. Pada des Nakshatras Uttara Bhadrapada, Herrscher Saturn
Venus tritt ein in die Waage am 1. September um 08:30 Uhr
Shani, (Saturn) verweilt weiterhin in der Jungfrau im Nakshatra Hasta.
Mangal, (Mars) und Jupiter bilden ein Samsaptak Yoga vom 20. Juli bis 5. September.
Sonne und Jupiter erzeugen ein Samsaptak Yoga, vom 17. September bis 17. Oktober.

Quelle:

aktueller indischer Mondkalender im Vedharma Wiki:
http://www.vedharma.de/index.php/Tithis_September_2010

Yam brahmavarunendrarudramarutah stunvanti divyaih stavai l
rvedaih sahgapadakramopaniiaadairgayanti yam samagah  l
dhyanavasthitatadgatena manasa pasyanti yam yogino l
yasyantarii na viduh surasuraganä devaya tasmai namah  l9 l

Gegrüßt sei dieser Gott, den Brahma, Varuna, Indra, Rudra und die Maruts mit göttlichen Hymnen preisen, den die Sama Sänger in den Veden und deren Angas be­singen, in den Pada und Krama Methoden und den Upanishaden, den die Yogis sehen, wenn ihr Geist durch Meditation in Ihm aufgegangen ist, und dessen Ende auch die Heerscharen der Götter und Asuras nicht kennen.

Siehe auch meine weiteren Blogs

Alles Gute zum Janma Ashtamifest.

krishna2[1]

Herzliche Grüße und einen schönen, lebensfrohen und bunten Herbst wünscht

GANUSCH

Joachim F. NUSCH

 

 

 

Janma Ashtami, Geburt Krishnas

krishna[2]

Namasté

Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Nach einem größtenteils verregneten Juli und August, starten wir in den September und somit in den Herbst. So ist heute der meteorologische Herbstanfang. Die Sommerferien gehen zu Ende und ich hoffe, jeder konnte die Sommerzeit nutzen, um ein wenig Ruhe und Erholung im Urlaub zu finden. Es beginnt die Jahreszeit der Stille und Einkehr. Damit verbunden sind auch eine Reihe von Festen und Feiertagen, die in vielen Kulturen immer noch vom Mondzyklus bestimmt werden und in der vedischen Astrologie besonders hervorzuheben sind.

Heute stimmt die Zeit der Sonnenuhr mit derjenigen der lokalen Ortszeit überein. Trotzdem steht aber die Sonne nicht um 12 Uhr genau im Süden, d.h. am höchsten Punkt ihrer täglichen Bahn.  Einerseits haben wir mit der Einführung der Sommerzeit während dem Sommerhalbjahr erst um 13 Uhr Mittag, andererseits leben wir nicht nach der Lokalzeit, sondern nach regionalem Zeitzonen. Bei jeder modernen Astrologiesoftware, die im professionellen Bereich eingesetzt wird, finden wir zur genauen Ortsangabe Datenbanken mit Zeitzonenatlas und Geburtsortssuche. So kann der korrekte Aszendent und Sonnenstand zum Zeitpunkt der Geburt ermittelt werden.

Bei der Berechnung von Horoskopen, wird auf die lokale Ortszeit besonders achtgegeben. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Längengrades, des Breitengrades und der Sommerzeit.

Die Erde ist seit dem späten 19. Jahrhundert in Zeitzonen unterteilt, die durchschnittlich 15 Längengrade umfassen. Jeder Ort gehört zu einer bestimmten Zeitzone, wobei die Entscheidung, zu welcher, eine politische ist, die von der Regierung des jeweiligen Gebiets getroffen wird. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Gebietsabtretungen und ähnlichen Ereignissen wechselte in der Geschichte die von den jeweiligen Machthabern festgelegte Zeitzone.
Die Zeitzone wird an vielen Orten durch Sommerzeit-Regelungen modifiziert, das heißt, viele Orte wechseln zweimal jährlich die effektiv geltende Zeitzone.

Man sollte folgende Begriffe keinesfalls verwechseln:

Ortszeit = lokal geltende, auf Uhren angezeigte Zeit, engl. local time
mittlere Ortszeit = bis Ende des 19. Jhd geltende Zeitnorm, engl. local mean time (LMT)
wahre Ortszeit = von Sonnenuhren angezeigte Zeit, Zeitnorm vor Einführung mechanischer Uhren, emgl. true local time oder local apparent time (LAT)
Greenwichzeit = mittlere Ortszeit der Sternwarte von Greenwich, welche den Nullmeridian festlegt, engl. Abkürzung GMT
Weltzeit = moderne Bezeichnung für Greenwichzeit, englisch Universal Time, Abk. UT

Die mitteleuropäische Zeit CET/MEZ/MESZ ist die Lokalzeit für Orte mit einer geografischen Länge von 15° Ost. Weil sich die Erde in 24 Stunden um ihre Achse dreht, entspricht eine Abweichung von einem Längengrad einer zeitlichen Differenz zwischen Lokal- und Zonenzeit von 4 Minuten. Für Orte westlich von 15° Ost kulminiert die Sonne entsprechend später, z.B. Mannheim oder Zürich 26 Minuten später. Östlich von 15° Ost ist früher "Mittag": z.B. in Wien 5 Minuten früher.

Heute am 1. September ist Halbmond. Der Mond steht im Stier, im Mondhaus (Nakshatra) „Rohini“.  Venus befindet sich in der Nähe des Sterns Spica,  im Mondhaus Chitra.  Sie ist heute glücklich in das eigene Zeichen der Waage eingetreten und verlässt das Zeichen ihrer Schwäche. Sie befindet sich nun bis 22. September im Zeichen ihrer Erhöhung (Mooltrikona) und wird dann in Konjunktion mit Mars gehen.

Für diejenigen, deren Aszendent im Zeichen der Waage steht, oder die Venus entsprechend der individuellen Horoskopqualitäten freundschaftlich gesonnen ist, wird sie in diesem Monat besonders gute Ergebnisse liefern.

Im Monat September finden eine Reihe spirituelle Feste statt:

Der wohl wichtigste Termin auf den ich hinweisen möchte, ist der 2. September.

In Indien werden alle Feiertage nach dem Mondkalender bestimmt. Diese sind somit ausschließlich bewegliche Feste.

Während wir jährlich am 24. Dezember die Geburt Jesus Christus feiern, findet der Geburtstag von Krishna laut Mond Kalender an “Janma Ashtami“,
dem 8. Mondtag der abnehmenden Mondphase (Krishna Paksha) im Monat Sravana statt. (August-September)

Dieser besondere Feiertag fällt in diesem Jahr auf den 2. September. Krishna ist eine hinduistische Form des Göttlichen und wird meist als der achte Avatar von Vishnu verehrt. Für seine Anhänger ist er die Inkarnation des Höchsten. Er ist die Verkörperung des Vedas und des "Dharma”. Krishna offenbarte „Dharmavidya“, das Wissen und die Kenntnis der  Rechtschaffenheit. Er beschützt diejenigen, die "Dharma” leben und schützen.

„Dharmo Rakshati Rakshitaram „ wie es in einem Zitat in der „Manava Dharma Shastra“ oder „Manu Smritis“, dem Gesetzbuch des Manus formuliert ist.

Der Mondtag, (Tithi) der diesen Geburtstag definiert, wird nach der exakten Sonnenaufgangszeit bestimmt.  Somit fällt Janma Ashtami in Europa auf den 2. September. Das Fest wird in Indien bereits am 1. September gefeiert.

Für das Aufsteigen des Ashtami Tithi, gibt es einen Zeitunterschied von 10 Minuten nach Sonnenaufgang und des Eintritts des Mondes in das „Rohini“ Nakashatra um 09:49 Uhr in Mitteleuropa. Hierdurch entsteht ein kalendarischer Unterschied, der bei der Berechnung von Muhurtas bzw. Bestimmungen für qualitative Zeitberechnungen und Zeitfenstern vom Astrologen zu beachten ist.

Zu dem Thema  Muhurta, über die Qualität der Zeit, werde ich in meinem nächsten Schreiben näher eingehen, denn dieser Bereich der vedischen Astrologie zählt zu einem der wichtigsten Zweige dieser Wissenschaft.

Janma Ashtami wird über zwei Tage gefeiert. So darf allerdings das Nakshatra (Mondhaus) "Rohini" indem der Mond dann steht, nicht auf denselben Tag fallen.

Der erste Tag ist als Krishnashtami bekannt. Er ist der eigentliche Geburtstag von Krishna Bhagwan und fällt auf den achten Tag nach Raksha Bandhan. Dieser fällt in der Regel in den Monat August. Der zweite Tag des Geburtstages ist als Kalashtami bekannt.

Die Beschäftigung mit Begebenheiten aus Krishnas Jugend sind ein zentraler Teil des Festes: überall im Land veranstaltet man Bühnenspiele mit den verschiedenen Episoden, den göttlichen Spielen, „Lilas“ genannt. Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Thema und Lesungen aus der Bhagavadgita  und dem Bhagavata Purana, den wichtigen mit Krishna in Zusammenhang stehenden Büchern, sollen die Menschen mit seinen Lehren vertraut machen.

Zur Vorbereitung auf das Fest fasten viele Gläubige bis Mitternacht, der Geburtsstunde Krishnas. Idealerweise um Mitternacht, aber in der Praxis häufig am Abend davor, zelebriert man mit Pracht das Gedenken an die Geburt des göttlichen Kindes. Die Tempel werden geschmückt, es werden Lieder mit dem Namen Gottes gesungen, Glocken geläutet, das Muschelhorn wird geblasen und Sanskrithymnen zu Ehren Krishnas rezitiert. Während des rituellen Gottesdienstes, der Puja, verehrt der Priester Krishna in einer Murti, wie Hindus konsekrierte Statuen nennen, oder in einer Puppe in einem kleinen Bett, welches die Frauen vorher über und über mit Blumen geschmückt haben. Für Pujas im privaten Bereich oder in einem gemeinsam organisierten Fest ruft man meist einen Priester, der die Zeremonie durchführt. Am Ende des Ritus darf jede der Frauen das Kind mit mütterlicher Liebe füttern, indem sie mit einem kurzem Gebet etwas Milchbrei auf dem Finger anbietet.

Besondere Bedeutung hat Janmasthami in Mathura im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, das für die Gläubigen der Ort von Krishnas Geburt ist. Dort feiern Einwohner und zigtausende von Pilgern aus der ganzen Welt das Fest in den vielen Tempeln der Stadt mit festlichen Gottesdiensten. Das indische Fernsehen überträgt die Feierlichkeiten, damit jeder im ganzen Land daran teilhaben kann. Die Bedeutung für Hindus ist vergleichbar mit den Weihnachtstagen für Christen in Bethlehem.

Über die Umstände der Geburt Krishnas berichtet das Bhagavatapurana. Krishna gehörte der königlichen Familie von Mathura an und war der achte Sohn von Prinzessin Devaki und ihrem Gatten Vasudeva, dem Sohn eines Yadava-Königs. König Kansa von Mathura war Devakis Cousin. Um auf den Thron zu gelangen, hatte er seinen Vater König Ugrasena ins Gefängnis werfen lassen. Nach der Vermählung von Devaki und Vasudeva prophezeite ihm eine Stimme, der achte Sohn des Paares würde ihn töten. Daraufhin hält er beide im Palastkerker gefangen und tötet die ersten sechs Kinder gleich nach der Geburt. Das siebente kann – nach einer scheinbaren Fehlgeburt – gerettet werden. Krishna kommt als achtes Kind zur Welt und in einer vorübergehenden Vision können die Eltern ihn in seiner kosmischen Form mit vier Händen sehen. Durch seine Wunderkräfte schlafen die Wärter ein, die Kerkerketten zerspringen und die Türen springen auf. Vasudeva flieht mit dem Neugeborenen über den Fluss Yamuna in das Dorf Gokul (bei Vrindavan im heutigen indischen Bundesstaat Uttar Pradesh), wo Krishna bei den Pflegeeltern Yasoda und Nanda aufwächst. Damit sich die Weissagung nicht erfüllen kann, sendet Kamsa einen Dämon aus, um den Neugeborenen zu töten. Doch Krishna überlebt und wächst als Hirte unter Kuh-Hirten auf. Daher ist mit seiner Geschichte besonders auch die Verehrung der Kuh verbunden.

Von dem Zwiegeschpräch zwischen Arjuna und Krishna handelt die Bhagavad Gita („der Gesang Gottes“), verkürzt auch nur Gita.

Sie ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus und hat die Form eines spirituellen Gedichts. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden, des orthodoxen Brahmanismus, des Yoga u.a.m., steht aber den Upanischaden gedanklich am nächsten.

„O Sohn des Bharata, so oft ein Niedergang des Dharma (Rechtschaffenheit, Tugend) und ein Überhandnehmen von Ungerechtigkeit und Laster in der Welt eintritt, erschaffe ich mich selbst unter den Kreaturen. So verkörpere ich mich von Periode zu Periode für die Bewahrung der Gerechten, die Zerstörung der Boshaften und die Aufrichtung des Dharma.“

Krishna kommt in der Bhagavad Gita, je nach Kontext, unterschiedliche Bedeutung zu: Einmal wird er als das kosmische Selbst angesehen, das alles Lebende durchdringt; ein anderer Aspekt ist die Bedeutung als innere Göttlichkeit, die eine Reflexion des kosmischen Selbstes in jedem Lebewesen ist. Eine dritte Funktion ist die des spirituellen Lehrers.

"Wer im Handeln das Nicht-Handeln wahrnehmen kann und erkennt, wie das Wirken sich fortsetzt, wenn er vom Wirken zurücktritt, ist unter den Menschen derjenige von wahrer Vernunft und Unterscheidungskraft."
Bhagavadgita

Weitere Feiertage im September nach dem indischen Mondkalender:

Janma Ashtami - 2. September 2010
Swarna Gauri Vratam - 10. September - Fastentag der Frauen
Ganesh Chathurti- 11. September 2010 (Ganeshs Geburtstag)
Shraaddh- Pitris Paksha - 24 September bis 7. Oktober

Zu beachtende Positionen der Planeten im September:

die Sonne geht in die Jungfrau am 17. September um 01:59 MEZ
Mangal, (Mars) geht in die Waage am 5. September um 23.34 Uhr
Budha, [Merkur] wird nach seiner Rückläufigkeit, die er seit dem 20. August inne hat, wieder direktläufig im Löwen, am 13. September um 01.09 Uhr und geht dann am 30. September in die Jungfrau um 07:24 Uhr
Jupiter bleibt während des gesamten Monats rückläufig in seiner Stellung in den Fischen, im 1. Pada des Nakshatras Uttara Bhadrapada, Herrscher Saturn
Venus tritt ein in die Waage am 1. September um 08:30 Uhr
Shani, (Saturn) verweilt weiterhin in der Jungfrau im Nakshatra Hasta.
Mangal, (Mars) und Jupiter bilden ein Samsaptak Yoga vom 20. Juli bis 5. September.
Sonne und Jupiter erzeugen ein Samsaptak Yoga, vom 17. September bis 17. Oktober.

Quelle:

aktueller indischer Mondkalender im Vedharma Wiki:
http://www.vedharma.de/index.php/Tithis_September_2010

Yam brahmavarunendrarudramarutah stunvanti divyaih stavai l
rvedaih sahgapadakramopaniiaadairgayanti yam samagah  l
dhyanavasthitatadgatena manasa pasyanti yam yogino l
yasyantarii na viduh surasuraganä devaya tasmai namah  l9 l

Gegrüßt sei dieser Gott, den Brahma, Varuna, Indra, Rudra und die Maruts mit göttlichen Hymnen preisen, den die Sama Sänger in den Veden und deren Angas be­singen, in den Pada und Krama Methoden und den Upanishaden, den die Yogis sehen, wenn ihr Geist durch Meditation in Ihm aufgegangen ist, und dessen Ende auch die Heerscharen der Götter und Asuras nicht kennen.

Siehe auch meine weiteren Blogs

Alles Gute zum Janma Ashtamifest.

krishna2[1]

Herzliche Grüße und einen schönen, lebensfrohen und bunten Herbst wünscht

GANUSCH

Joachim F. NUSCH

 

 

 

Mittwoch, 26. Mai 2010

Narasimha Jayanthi 26. Mai 2010. Marstransit

Narasimha2[2]

Narasimha oder Nrsimha, ist die vierte Inkarnation des Gottes Vishnu und wird im Volksmund als "Mensch-Löwe " bezeichnet oder "halb Mensch - halb Löwe" .
Dieses Jahr 2010 fällt ist das Datum des Narasimha Jayanthi auf den 26. Mai.

Narasimha Jayanthi findet statt am 14. Tag des Shukla Paksha (zunehmende Phase des Mondes ) im Vaisakha Monat (April bis Mai). Diesen Tag nennt man im Mondkalender Chaturdashi. Ein Tag vor Vollmond. Genau an diesem Tag findet in diesem Jahr der Marstransit in den Löwen in das Mondhaus (Nakshatra) Maga statt.

Mars verlässt heute seine debilitierte Position der letzten 8 Monate. Es beginnt eine Zeit für ausgewogene, dynamische und leidenschaftslose Aktivität. Startpunkt für neue maßvolle Projekte, die geprägt sind von einer königlichen, erhabenen und weisen Würde, den Pfad der Rechtschaffenheit (Dharma) vorzubereiten.

Besonderes vorteilhaft für die Geborenen im Lagna (Aszendenten) Widder, Krebs, Löwe, Skorpion, Schütze und Fische.

Das Hauptziel der Narasimha Inkarnation war der Tyrannei des Dämonenkönigs Hiranyakashipu ein Ende zu setzen und wieder den Weg des Dharma zu ebnen.

Prahlada, der junge Sohn des Hiranyakashipu und ein glühender Verehrer von Lord Vishnu, ebnete den Weg für die Beseitigung von Adharma, der Zeit der Unwissenheit.

Es wird vermutet, dass Lord Vishnu in der Form von Narasimha erschien am Tag der Vernichtung des Dämonen Hiranyakashipus.

Auf Wunsch erstelle ich eine persönliche Analyse zur Deutung und Erläuterung dieser Narashima Zeitqualität und damit verbundener Wirkungen auf das persönliche Leben bis 19. Juli. Danach wandert Mars weiter ins Zeichen der Jungfrau.

"om kshraum,
ugram viram maha visnum jvalantam sarvatomukham,
nrisimham bhisanam bhadram mrtyu mrtyum namamy aham"

Herzliche Grüße und Namaskar

नमस्ते


GANUSCH

Narasimha Jayanthi 26. Mai 2010. Marstransit

Narasimha2[2]

Narasimha oder Nrsimha, ist die vierte Inkarnation des Gottes Vishnu und wird im Volksmund als "Mensch-Löwe " bezeichnet oder "halb Mensch - halb Löwe" .
Dieses Jahr 2010 fällt ist das Datum des Narasimha Jayanthi auf den 26. Mai.

Narasimha Jayanthi findet statt am 14. Tag des Shukla Paksha (zunehmende Phase des Mondes ) im Vaisakha Monat (April bis Mai). Diesen Tag nennt man im Mondkalender Chaturdashi. Ein Tag vor Vollmond. Genau an diesem Tag findet in diesem Jahr der Marstransit in den Löwen in das Mondhaus (Nakshatra) Maga statt.

Mars verlässt heute seine debilitierte Position der letzten 8 Monate. Es beginnt eine Zeit für ausgewogene, dynamische und leidenschaftslose Aktivität. Startpunkt für neue maßvolle Projekte, die geprägt sind von einer königlichen, erhabenen und weisen Würde, den Pfad der Rechtschaffenheit (Dharma) vorzubereiten.

Besonderes vorteilhaft für die Geborenen im Lagna (Aszendenten) Widder, Krebs, Löwe, Skorpion, Schütze und Fische.

Das Hauptziel der Narasimha Inkarnation war der Tyrannei des Dämonenkönigs Hiranyakashipu ein Ende zu setzen und wieder den Weg des Dharma zu ebnen.

Prahlada, der junge Sohn des Hiranyakashipu und ein glühender Verehrer von Lord Vishnu, ebnete den Weg für die Beseitigung von Adharma, der Zeit der Unwissenheit.

Es wird vermutet, dass Lord Vishnu in der Form von Narasimha erschien am Tag der Vernichtung des Dämonen Hiranyakashipus.

Auf Wunsch erstelle ich eine persönliche Analyse zur Deutung und Erläuterung dieser Narashima Zeitqualität und damit verbundener Wirkungen auf das persönliche Leben bis 19. Juli. Danach wandert Mars weiter ins Zeichen der Jungfrau.

"om kshraum,
ugram viram maha visnum jvalantam sarvatomukham,
nrisimham bhisanam bhadram mrtyu mrtyum namamy aham"

Herzliche Grüße und Namaskar

नमस्ते


GANUSCH

Samstag, 1. Mai 2010

Jupiter Transit am 2. Mai - Er kommt nach Hause!

"Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich Inspiration genau dann einstellt,
wenn du nicht nach ihr suchst? Sie kommt, wenn alle Erwartungen aufgegeben
wurden, wenn das Geist-Herz still ist."
Krishnamurti

guru[1]

Es ist schön, wieder einmal einen besonders erfreulichen Blog zu schreiben und ich wünsche viel Spaß und Inspiration beim Lesen.

Dieser Beitrag beschreibt die Qualität des aktuellen Juptiertransits in das Fischezeichen (Meena).

Persönliche Auswertungen und Analysen sind von diesem Bericht nicht abzuleiten. Eine genaue Deutung dieser besonderen Einflüsse auf das individuelle Leben, kann nur in einem persönlichen Gespräch erfolgen. Bei Interesse helfe ich gerne.

Man spricht auch von einem Transit, wenn sich ein laufender Planet durch ein Haus des Geburtshoroskops bewegt. Transite gehören zu den wichtigsten Prognosemethoden der Astrologie. Sie sind ein ebenso einfaches wie aussagekräftiges Instrument, um Themen und Bereiche zu benennen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiviert werden und in den Vordergrund rücken. In welcher Weise sie hervortreten, darüber sagt der beteiligte Transitplanet etwas aus.
Das Wort „Planet“ geht zurück auf griechisch Planētēs, zu Planaomai omai). Das heißt auf Deutsch „umherirren, umherschweifen“. Es bezog sich im Altgriechischen auf eine Herde, die sich über die Weide ausbreitet. Daher wurden Planeten früher auch eingedeutscht als Wandelsterne bezeichnet, im Sinne von „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“. Dabei wurden durch Fehlen der himmelsmechanischen Grundlagen bis in die frühe Neuzeit der Unterschied zwischen Planeten und anderen Himmelskörpern nicht sauber erkannt, und durchaus Sonne und Mond, wie auch Kometen zu den Wandelsternen gezählt.

In der indischen Astrologie bezeichnet man Planet mit „Graha“. Das bedeutet wörtlich ergreifen. Der Ergreifer oder Gestalter,  jemandes habhaft werden, an sich reißen, in Besitz nehmen oder sich einer Sache bemächtigen.

In der Tat ist es wichtig durch Jyotish zu erkennen, dass manche Grahas (insbesondere Rahu)  einen ganz schön am Schlafitchen zu fassen kriegen können. Wir können lernen, wie wir diesem Einfluss in diesem Leben endlich wieder entrinnen. Ansonsten dürfen wir uns nicht wundern, wenn uns  im nächsten Leben wieder jemand am Rock- oder Ärmelzipfel hängt.

Planeten haben entsprechend ihrer Position im Horoskop eine bestimmte Rangstufe und Klasse. Sie wird durch das Zeichen oder durch eine bestimmte Gradzahl innerhalb eines Zeichens festgelegt.  Die Klasse eines Grahas stellt seinen Wirkungskreis und seine Wirkungskraft dar.  Sie prägt die Qualität und Struktur seiner Persönlichkeit, seines Temperaments, seiner Natur und des Einflusses seiner Häuserregentschaft (Karakatwa/Adipathya).

In meinem Rundbrief vom 19. Dezember 2009 hatte ich über den Transit Jupiters in das  Wassermannzeichen geschrieben, nachdem er das Steinbockzeichen, ein Zeichen was für ihn sehr ungünstig  ist, verlassen hatte. Dort fühlte er sich geradezu entwurzelt. Natürlich gibt es auch noch Erhöhungen der  Planeten in den entsprechenden Zeichen, was ebenfalls bedeutet, dass sie sich in diesen Zeichen wohlfühlen und dort tendenziell besonders gut funktionieren. Das sind für Jupiter die Zeichen, wo er daheim ist und sich wohl fühlt Schütze, Fische und auch bei 5° Krebs.

Im Zustand des Falls ist das aber umgekehrt. So fühlte sich Jupiter bis 2. Mai sehr unwohl und seine Befindlichkeitsstörung forderte manchen Tribut in finanziellen, politischen, rechtlichen, gesundheitlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, mit langjährigen Konsequenzen für alle von uns.

Im Zeichen der Fische verbessert sich nun endlich seine Situation. Jupiter kommt nach Hause!

Jupiter, in der vedischen Astrologie, bezeichnet man ihn auch als „Guru“ oder Lehrer der Götter,  der als "der Herr des Glücks und positiven Geschicks" bekannt ist. Das bedeutet so viel wie ein Planet, der besonders günstige Ergebnisse bewirken kann. Es braucht 12 Jahre für Jupiter, um alle 12 Tierkreiszeichen zu durchlaufen. In jedem Haus verweilt er für ein ganzes Jahr bevor er dann in das nächste Zeichen wechselt. 12 Jahre dauert es also, bis sich alle Themen der zugrunde liegenden Jupiterwirkungen nachhaltig stabilisieren.

Jupiter ist zuständig z. B. für die Ehe, Kinder, Glück, Reichtum. Er fördert Einsichten in die Zusammenhänge des Kosmos, unterstützt Kreativität und Schöpfungskraft, vertieft spirituelle und  religiöse Prinzipien, lässt mehr Freude und Spaß im Leben zu. Jetzt hat Optimismus wieder eine Chance. 

Wenn sich Jupiter in einer guten Position im Horoskop befindet oder sein eigenes Haus/Zeichen besetzt, dann wird der/die Gebürtige eine einflussreiche Person sein, besondere Vorteile und Annehmlichkeiten des Lebens genießen, Glück und Freude erfahren können. Man wird das unmögliche möglich machen können.

In dieser Zeit kommt das Zitat von Walt Disneys zu tragen:

„Es macht Spaß, das Unmögliche zu tun.“

Interessanter Weise hatte Walt Disney Juptier im eigenen Zeichen stehen, (im Schützen) im 11. Haus, dem Haus  der Realisationsmöglichkeiten, Ideen, Ideale und Einkommen.

In den vergangenen 3 Monaten wurde so manch guter Vorsatz verzögert. Manche mussten Situationen erleben, in denen man den Eindruck gewinnen könnte, dass sie vom Pech verfolgt seien. Das Thema der Verschuldung von Griechenland, Portugal und Spanien kam zu Tage. Die chaotischen Finanzmärkte ließen im vergangenen Jahr keinen Blick auf diese Ländersituation zu oder es wurde erst gar nicht beachtet. Manches, was verborgen ist, wird noch erscheinen, denn Jupiter bringt „Wahrheit“ ans Licht. Die Schuldenkrise hat Europa fest im Griff und wird auch die USA erfassen. Aber dem erwachten Dämon eines zerrütteten kapitalistischen Systems will noch immer niemand begegnen.

In der Tat, wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. So erging es auch der Bundeskanzlerin, die auf ihrem Rückweg aus den USA über Portugal und Italien auf dem Weg nach Berlin eine Reifenpanne hatte. Der Vulkan Eyjafjallajökull beeinflusste hier das Leben vieler Menschen in den letzten Tagen, auch wenn in unseren Medien kaum noch darüber berichtet wird, obwohl schon der nächste Vulkanausbruch in Mittelamerika, 200 km westlich von Guatemala, den dortigen Luftverkehr einschränkt. 

Die US-Behörden müssen zurzeit tatenlos zusehen, wie das Öl aus der defekten Bohrplattform vor Louisiana ungehindert ins Meer fließt. Zehn Tage nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" blockiert hoher Wellengang alle Bemühungen, den inzwischen 210 mal 112 Kilometer großen Ölteppich einzudämmen. Warnungen an uns, die diesen Planeten Erde bewohnen, die neue Zeitqualität ernst zu nehmen und etwas positives daraus zu machen. Glaube an die Unverwundbarkeit der eigenen Position der der westlichen Kultur und Systeme, stellt eines der größten Hindernisse für zukunftssichernde, nachhaltige Innovationen dar.

Wie gesagt, „Graha“ bedeutet Erzeuger, Ergreifer, Gestalter. Entweder nehmen wir die  Verantwortung an, oder die Gestalter übernehmen die Verantwortung.

Wie es so schön heißt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Wir sind heute vor die Lernaufgabe gestellt, Altes zu verlernen.

Verzögerung, Blockierung, Stillstand, Rückzug, Lähmung, Immobilität......alles Konsequenzen, die aus der vedisch astrologischen Sichtweise ableitbar sind und den laufenden Transiten zuzuordnen ist.

Unsere Zeit heute ist geprägt von Schnelligkeit und Wandel. Kennzeichen sind Unsicherheit, Ablehnung und ein Festhalten an alten Verhaltensmustern. Diese gelten aber heute nicht mehr, denn sie waren geeignet, Stabilität und Ordnung zu managen und planbares Wachstum in sich nicht verändernden Märkten zu verwalten. Ein Paradigmenwechsel aber hat stattgefunden. An die Stelle von Stabilität tritt Dynamik, an die Stelle von Ordnung ein Zurechtfinden und Schritthalten in neuen Technologien und Märkten, die sich so rasch verändern, wie der Börsenkurs eines Unternehmens in besonderen Zeiten.

Glücklicherweise hat alles im Leben zwei Seiten. So funktioniert es mit Glück und Pech auch umgekehrt. Glück zieht immer noch mehr Glück an, wie ein Magnet. Durch innere positive Resonanz können wir unser Glückspotential erhöhen. Jupiter dient uns dazu, dieses Glückspotential zu entfachen und wie ein Düngemittel einzusetzen.

Wenn Jupiter in unserem Horoskop das 2., 5., 7., 9. und 11. Haus, aspektiert, so beschreibt man das als  „Guru Bala“, was als besonders starker und günstiger Einfluss von Jupiter gewertet wird.

Während dieses bevorstehenden Zeitraums ist mit einem verstärkten spirituellen Einfluss, mit einer Einweisung in religiöse Praktiken im Leben oder einer neuen bzw vertiefenden Aus- und Fortbildung im Beruf zu rechnen, sowie einer Erweiterung von Kompetenzfeldern. Diese werden bei den vor uns liegenden Herausforderungen einer wirtschaftlichen und kulturellen Transformation dringend benötigt, wie auch bei dem Zusammenprall der Zivilisationen/Kulturkreise.

Wenn jedoch Jupiter nicht stark ist, so entstehen eher Schwierigkeiten und Hindernisse, die zu meistern sind. Betroffene Bereiche sind dann oft Finanzen und die Verlangsamung im Fortschritt von Projekten oder schwierige Anfänge bei der Umsetzung von neuen Plänen.

Gochara, was übersetzt „Transit“ bedeutet, gibt uns allerdings nicht das gesamte Bild der Situation oder einer zu bewertenden Zeitspanne. Es zeigt nur, dass die Energie eines Planeten Wachstumspotentiale ermöglicht. So erhalten wir nicht mehr Impulse oder Energie, um gute Entscheidungen treffen. Wir werden auch nicht einfach in die Lage versetzt, aus Erfahrungen zu lernen.

Jupiter ist neben Saturn der mächtigste Planet des Schicksals. Jupiter steht für die persönlichen Hoffnungen, das individuelle Streben und die Verwirklichung unserer Sehnsüchte.

Jupiter überwacht, ob wir unserer innersten Inspiration folgen. Ob wir das umsetzen und tun, was wir im Leben zu tun haben und den eingeschlagenen Weg zu Ende gehen, für den wir bestimmt sind.

Dies bedeutet, dass wir einen Nutzen aus der Erkenntnis und den Antworten auf dringende existentielle Fragen ziehen, die wir auf unserem Lebensweg erhalten. Hier begegnet uns Jupiter in Form unserer Lehrkräfte, Meister, Pädagogen, religiösen Amtsinhabern, Berater und Mentoren.

Wenn Jupiter im Transit günstige Häusern durchläuft, werden wir gute Erfahrungen mit dieser Gruppe von Lehrkräften haben. Sie inspirieren und fördern durch Orientierungshilfen. Sie werden uns große Vorbilder sein, von denen wir uns leiten lassen dürfen. Wenn Jupiters Transite ungünstige Häuser betrifft, wird sich unser Lebensplan nicht wunschgemäß entwickeln können.

In diesem Fall gibt Hindernisse oder Rückschläge für die Realisierung unserer Hoffnungen und Vorstellungen. Enttäuschungen stellen sich ein und unser Schicksal entwickelt sich schwierig. Das kann ungünstige Auswirkungen haben auf Familie, Beruf, Finanzen und Gesundheit. In diesem Fall ist Jupiter nicht in der Lage, das schwierige Schicksal zu beeinflussen oder aufzulösen.

Günstig/Ungünstige Bereiche des Jupitertransits:

Jupiter ist günstig im Transit des 2., 5., 7., 9. und 11. Haus vom Mond aus betrachtet.
Jupiter ist ungünstig im Transit des 1., 3., 4., 6., 8., 10. und 12. Haus vom Mond aus betrachtet.

Jupiter verweilt insgesamt bis Mai 2011 im Fischezeichen. Er wird jedoch durch eine Rückläufigkeit, Ende Oktober bis 6. Dezember, wieder in den Wassermann gehen und dann wieder bis Mai 2010 in die Fische.

Welchen Einfluss wird nun genau Jupiters Aufenthalt in den kommenden Monaten auf den Einzelnen haben?

Unser Geburtshoroskop zeigt uns an, wie die einzelnen Planeten uns während eines Transits beeinflussen. Zu erwähnen ist, dass es eine allgemeine energetische Verschiebung und eine persönliche Verlagerung von Einflüssen auf unser tägliches Leben geben wird.

Durch eine individuelle Jyotishberatung ist herauszufinden, wie diese besondere Veränderung  beeinflusst, und wie sie zu Verbessern oder Auszugleichen ist.

Beratungsanfragen unter 02463 997366 oder info[@]vedharma.de

Buchtip:

Stellen sie sich vor, Sie selbst wären das Glück. Würden Sie dann gerne bei sich vorbeikommen?" - ,
Glück kommt selten allein... Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2009
Eckart von Hirschhausen

Bevorstehende Transite:

Sonne Eintritt in den Stier am 14. Mai 2010
Mond Eintritt in Krebs am 21. Mai 2010
Mars Eintritt in Löwe: 26. Mai 2010
Merkur Eintritt in den Stier am 6. Juni 2010
Jupiter Eintritt in Fische am 2 Mai 2010 (Rückläufig im Wassermann Okt-Dez 2010)
Venus Eintritt in den Stier am 20. April 2010
Rahu Eintritt in Skorpion 3. Mai 2011
Ketu Eintritt in Stier. 3 Mai 2011

Saturn Eintritt in die Waage am 15. November 2011

Herzliche Grüße 

GANUSCH

 

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