VEDHARMA Blog

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Samstag, 17. April 2010

Akshaya Tritiya 17. April 2010

Akshaya_tritya[1]

Akshaya Tritiya, ist der geeignete Tag für jede Form von „Neuanfang".

Heute, so sagt man, wird die Zeitqualität nicht nur nach den üblichen astrologischen Überlegungen bewertet. Diese berücksichtigt man ansonsten immer für die Bestimmung bestimmter Veranstaltungen oder Aktivitäten.

Besonders günstige Qualitäten am heutigen Akshaya Tritiya Tag, eliminieren alle negativen Einflüsse der Planeten, die ansonsten bei der Planung von Projekten beachtet werden sollten, damit die Umsetzung einfacher wird und leichter von statten geht. Es ist auch ein ausgezeichneter Tag zum Heiraten oder sich zu Verloben.

Die bekannten Jyotish-Regeln dienen als Grundlage zur Berechnung eines bestimmten „Muhurtas“ (Zeitqualität und Auswahl des richtigen Moments für Elektionshoroskope), um zu entscheiden, ob es günstige oder ungünstige Einflüsse zu den gewählten Terminen geben könnte.

Nach dem vedischen Mondkalender gibt es besonders "gute Zeiten" und "gute Tage", um wichtige Dinge wie Umzug, die Gründung eines Unternehmens, Beginn einer Reise, die Unterzeichnung von Verträgen, Grundsteinlegung bei Hausbau, Einzug, Schmuckkauf, Therapiebeginn, Namenswahl bei Neugebohrenen, Operationen oder Hochzeiten etc. zu planen oder auszuführen.

Der dritte Tag (Tritiya) des zunehmenden Mondes im Mondmonat „Vaishakha“- (April-Mai) ist der einzige Tag, wenn Sonne und Mond gleichzeitig erhöht bzw exaltiert sind. Dann steht die Sonne im Widder im Mondhaus Ashwini und Mond in Stier.

Wir müssen allerdings in diesem Jahr beachten, dass aufgrund des Adhikamasa (ein zusätzlich eingeschobener, ausgleichender Mondmonat), die offizielle Feier von Akshaya Tritiya am 16. Mai stattfindet. Da aber heute, am 17. April Sonne und Mond erhöht sind, sollte auch dieser Tag als Akshaya Tritiya betrachtet und gewertet werden.

Somit findet in diesem Jahr Akshaya Tritiya gleich zwei mal statt.

Der Adhikamasa ist ein viel versprechender Monat und wird auch „Purushottama“ Masa genannt. Ein besonders günstiger Monat für Spiritualität, inneres Wachstum und Glück.

Purusha“ bedeutet so viel wie ewiges, unveränderliches Sein, höchstes Selbst oder die höchste göttliche Persönlichkeit, unbegrenztes Bewusstsein.

Uttama“ bezeichnet man als das höchste, edelste und vorzüglichste, beste. „Masa“ heißt Mondmonat.

Die Adhikamasam Monate werden nur in Kalendern verwendet, die sich an dem vedischen Panchnanga und dem Mondkalender orientieren. Es gibt in Indien verschiedene regionale Kalender, in Tamil Nadu, Kerala, Orissa, Assam und Bengalen, die den Adhikamasam nicht beachten, weil sie dem herkömmlichen Solaren-Kalender folgen.

Akshaya bedeutet, dass was niemals endet.

Überall in Indien Menschen feiern Hochzeiten, planen neue Geschäftsideen, lange Reisen und wichtige Veranstaltungen an diesem Tag. Sie kaufen Gold, Silber und anderen Vermögenswerte.

Es ist eine gute Zeit mit Projekten zu starten, die langfristig angedacht sind

Die beiden Legenden die dieses Datum begründen, sind beide mit der Mahabharata verbunden. Die Mahabhatata gilt als die große Geschichte der „Bharatas“. Das bekannteste indische Epos.

Als die Pandavas (im Mahabharata sind sie die fünf Söhne des Königs Pandu) im Exil lebten, schenkte Lord Krishna der Prinzessin Draupadi, der sie wie eine Schwester behütete, eine Schale, die man „Akshaya Pathram“ Schüssel nennt. Was auch immer an Lebensmitteln Draupadi in diese Schüssel legte, wurde nie weniger. So konnte sie ihre Familie trotz weniger Ressourcen immerfort ernähren.

 

draupati01[1]

(Draupadi. Die Ehefrau der Pandavabrüder: Arjuna, Maharaja Yudhisthira, Bhima, Sahadeva und Nakula)

Image from: 1972 by His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada

In der “Puranas”, den heiligen Schriften der Veden, besagt eine Geschichte, dass an dem Tag von Akshay Tritiya, der große Rishi und Gelehrte Vedavyasa, der Verfasser der Veden, zusammen mit Lord Ganesha begann das große Epos Mahabharata zu schreiben. An diesem Tag stieg Ganga Devi oder auch Mutter Ganges hinab auf die Erde.

herabkunft_ganga[1]

Nachdem König Bhagairathi viel Zeit in Buße und Meditation verbrachte hatte, ist er überglücklich über die Herabkunft der heiligen Wasser der Ganga, aus den himmlischen Regionen. Ganga würde nur herabsteigen, wenn ein geeigneter Ort für sie ausgewählt würde. Der geeignetste Ort dafür war Lord Shiva's Haarschweif, der für diesen Vorgang stark genug war.

Der heutige Tag wird als der Tag bezeichnet, an dem es passiert ist.

Die heiligen Schriften Indiens berichten, wie einmal in jedem Dvapara-Yuga (also 1000 Mal im Laufe einer Weltschöpfung bis zur Weltauflösung, d.h. ca. alle 4′320′000 Jahre) ein Avatar in der Welt erscheint, um als Vyasa den Menschen die vedische Offenbarung nahezubringen. Es ist eine ewige Wiederkehr des Gleichen, das sich jedoch in mannigfaltiger Abwandlung offenbart.

Mit weit offenem Herzen lauschte Vyasadeva den Worten seines Lehrers. Als Narada ihn schließlich wieder verließ, setzte er sich in Meditation nieder und sammelte seinen Geist vollständig im Zustand reinen Seins. Sat Chit Ananda, einem Zustand ruhevoller Wachheit innerer Fülle und Ganzheit. So verfasste er als letztes das achtzehnte Purana, das Bhagavata-Purana (Shrimad-Bhagavatam). Das Bhagavata-Purana wird auch das Aufgehen der Purana Sonne genannt. Es gilt als Vyasadevas Kommentar zum Vedanta (den Upanishaden oder vedischen Geheimlehren), deren Essenz er ja bereits in kurzen Merkworten in den Vedanta-sutras zusammengefasst hatte. Das Shrimad-Bhagavatam beginnt mit den gleichen Worten wie das Vedanta-sutra: janmady asya yatah = Die Absolute Wahrheit ist das, von dem alles ausgeht. Doch während im Vedanta-sutra die Weisheit des Veda in kurzen Merkworten zusammengefasst ist, enthüllt nun das Shrimad-Bhagavatam diese Absoluten Wahrheit bis in ihr innerstes Wesen. „

Die Durchführung von Vishnu Poojas und das Rezitieren der Vishnu Sahasranama stotra (1008 Namen von Vishnu) gelten als äußerst günstig an diesem Tag und steigern Wohlstand und Fortschritt.

Es ist ein guter Tag um mit einem Studium oder mit dem Schreiben eines Buches zu beginnen, da dieser Tag höhere Energien und feinere Ebenen spiritueller Wahrheit und Erkenntnis erfahren lässt. Was immer geschrieben werden soll, jedes Vorhaben schriftlicher oder literarischer Natur, hat heute einen guten Startpunkt.

Dana (Spende). Spenden für einen guten Zweck.Wenn wir heute eine Spende geben oder wir uns in den Dienst der Armen stellen oder Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen, so führt das zu vielfältigen positiven Ergebnissen.

Anna Dana - die Speisung der Armen gilt als die beste aller Spende.

Wer dieser Philosophie, einem essentiellen Teil vedischer Lebensweise vertraut, hat die freie Wahl mit diesem Wissen etwas Gutes zu tun. Wenn wir uns mit halbem Herzen unseren Projekten widmen, werden die Ergebnisse die gewünschten Früchte nicht bringen und nur verkümmernde Wurzeln schaffen.

Wer nun einen neuen Anfang im Leben machen möchte, einen Plan umsetzen möchten – dann ist heute ein guter Moment dazu und der Tag hat immer noch ein paar Stunden Zeit, damit zu beginnen.

Glücklicherweise gibt es jedoch auch immer ein morgen!

Siehe auch meinen Blog zu Akshaya Tritiya von 2009


Herzliche Grüße

Joachim F. NUSCH



GANUSCH



Ein umfassender Ayurveda und Jyotish-Beratungs-Service wird auf der Website http://www.jyotishi.de für Privatpersonen und Unternehmen angeboten.

Das Vedharma Institut für vedische Lebensweise http://www.vedharma.de ist der Träger dieses Angebots und unternimmt große Anstrengungen in der Förderung vedischen Wissens. Durch Vorträge, Beratungen und Seminare, soll das Wissen der vedischen Wissenschaften in einer modernen Form im Westen bekannt gemacht und kompetent vermittelt werden.

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Ayurveda,Mondkalender,Horoskope,vedische Astrologie,

Mittwoch, 24. März 2010

Ramnavami - 24. März 2010

Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

Rama[1]

Rama oder Ram (Sanskrit, m., राम, rāma) ist nach den Lehren des Hinduismus die siebte Inkarnation von Vishnu, einem vedischen Prinzip vergleichbar mit Atman. Er gilt als gebildet, schön und mit allen königlichen Eigenschaften ausgestattet. Seine Geschichte wird in dem indischen Heldenepos Ramayana erzählt. Dieses handelt von Ramas Verbannung in die Waldeinsamkeit und dem Sieg über Ravana, nachdem dieser seine Gattin Sita nach Lanka entführt hatte. Ein wesentlicher Helfer bei diesem Kampf war der Affengott Hanuman.

In der mythologischen Geschichte war Rama der älteste der vier Söhne von König Dasharatha. Er begegnete Sita am Hof des Königs Janaka, wo er ein Bogenschießen gewann (mit dem Bogen von Shiva, den er als einziger spannen konnte). Rama heiratete Sita. Auf Drängen seiner Stiefmutter Kaikeyi wurde Rama in den Wald verbannt, wohin ihn zwei Menschen begleiteten: sein Bruder Lakshmana und seine Gattin Sita. Dasharatha ordnete an, dass Rama vierzehn Jahre lang in der Verbannung leben sollte.

Ramas Geburtstag Ramnavami ist ein wichtiges Fest der Hindus. Er fällt auf den 9. Tag des zunehmenden Mondes im Monat Chaitra (März/April).

Siehe Vedharma Mondkalender: http://www.vedharma.de/index.php/Navami

Zu Ehren des Gottes Rama

Ramnavami ist eines der wichtigsten Feste der Hindureligion, besonders des Vaishnava Ordens. An diesem besonderen Tag, wiederholen Sie den Namen Ramas mit jedem Atemzug und geloben, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Die Menschen beten und meditieren, um endgültige Glückseligkeit des Lebens durch die intensive Hingabe zu Rama zu erreichen und rufen ihn an für seinen Segen und Schutz.

Viele Gläubige führen ein strenges Fasten durch an diesem Tag. Ansonsten ist es eine äußerst farbenfrohe Zeremonie, sehr inspirierend und lehrreich. Die Tempel werden geschmückt und das Bild von Lord Rama ist reich verziert.

Der heilige "Ramayana" ist in den Tempeln zu lesen. In Ayodhya, dem Geburtsort von Sri Rama, findet eine große, feierliche Messe an diesem Tag statt.

Im Süden von Indien findet "Sri Ramnavami Utsavam" satt. Das Fest wird für neun Tage mit großer Inbrunst und Hingabe gefeiert. In Tempeln und bei frommen Versammlungen erzählen Priester und Gelehrte die spannenden Episoden des "Ramayana". Die Kirtanists singen den heiligen Namen von Rama und feiern die Hochzeit von Rama mit Sita an diesem Tag.

Hier rein hören:

Shri Ram Navami Gesänge - Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

 

Ich wünsche allen Lesern ein gesengtes Ram-Navami Fest 2010

GANUSCH

(Joachim F. NUSCH)

 

 srirama[1]

Nachfolgender Text ist eine Übersetzung der Ansprache von Sathya Sai Babas an Rama Navami (Ramas Geburtstag)


Tausende von Jahren sind seit Beginn des Treta Yugas vergangen, trotzdem besinnt sich noch heute, angefangen bei den Kindern bis hin zu den älteren Leuten, jeder auf den Namen Ramas. Die Herrlichkeit von Ramas Namen ist so, dass sie sich auch im Laufe der Zeit kein bisschen vermindert hat. Diese Wahrheit sollte von allen anerkannt werden. Rama ist der Name, der einer Form gegeben wurde, aber der Name Rama ist nicht auf eine Form begrenzt. Atman ist Rama, und sein wahrer Name lautet Atmarama. Deshalb ist, wo immer und wann immer ihr an den Namen Rama denkt, Rama direkt bei euch, in euch, um euch herum.

Verkörperungen der Liebe!

Rama ist ein und derselbe, ob ihr ihn nun mit dem Atman oder mit der Form in eurem Herzen identifiziert. Jedes Jahr kehrt das Fest von Rama Navami wieder, aber wir haben bisher dessen wahre Bedeutung nicht verstanden. Ihr identifiziert Rama mit einer Form; Rama ist jedoch auf keine bestimmte Form begrenzt. Es ist der Name, der in eurem Herzen verborgen ist. In der Welt geschehen ständig viele Wechsel und Veränderungen, aber Ramas Name ist unveränderlich, ewig, unbefleckt und dauerhaft. Rama war kein gewöhnlicher Mensch. Er war wahrhaftig Gott, der zum Wohle der Menschheit auf der Erde inkarnierte. Die Leute nennen Gott mit vielen Namen wie Rama, Krishna, Ishvara und Mahadeva. Das sind alles Namen des einen Gottes. Ihr solltet die Herrlichkeit dieses Namens erkennen. Der Weise Vasishtha sagte: Rama ist die Verkörperung von Dharma. Dharma selbst inkarnierte in der Gestalt von Rama. Ihr solltet Dharma befolgen. Welchem Dharma sollt ihr folgen? Nicht dem Dharma, der mit eurem Kopf verbunden ist. Folgt dem Dharmaprinzip, das aus eurem Herzen kommt.

Sita wurde die Gemahlin Ramas, der die Verkörperung von Dharma war. Wo wurde Sita geboren? Sita wurde aus dem Schoß der Erde geboren. Als König Janaka bei der Durchführung eines Yagnas ein Feld pflügte, fand er einen Kasten. Als der Kasten geöffnet wurde, fand man ein kleines Baby darin. Er betrachtete dies als Segensgabe Gottes, nahm es mit nach Hause und zog es mit großer Fürsorge und Zuneigung auf. Diesem Baby wurde der Name Sita gegeben. Da sie die Tochter des Königs von Videha war, wurde sie außerdem Vaidehī genannt. Dieser Name war sehr bedeutsam, denn er bezeichnete jemanden, der die Illusion transzendiert, die durch die Bindung an den Körper verursacht wird.

Einmal spielte Sita im Haus mit ihren Gefährtinnen Ball. Dort im Haus von König Janaka stand eine große Kiste, die einen riesigen Bogen enthielt. Als ihre Gefährtinnen mit dem Ball spielten, rollte dieser unter die Kiste. Niemand konnte die Kiste bewegen. Sita ging hin und schob sie mit der linken Hand zur Seite. Als König Janaka das beobachtete, beschloss er noch am selben Tag, dass Sitas Macht der Welt bekannt gemacht werden müsste. Er richtete ein Yagna aus und gab kund: “Wer den Bogen Shivas spannen kann, dem gebe ich meine Tochter Sita zur Frau.”

Aus vielen Ländern kamen Könige herbei. Alle dachten, es wäre ein großes Glück, Sita zu heiraten und König Janakas Schwiegersohn zu werden. Einer nach dem anderen kamen sie und versuchten, den Bogen hochzuheben, aber alle versagten. In jener Versammlung waren auch Rama und Lakshmana anwesend, begleitet vom Weisen Vishwāmitra. Auf Anweisung des Weisen ging Rama nach vorn. Er entzückte alle, indem er mit großer Bescheidenheit vortrat. Seine Rede, sein Handeln und sein Auftreten waren voller Liebenswürdigkeit. Er ging zum Bogen, hob ihn mit seiner linken Hand und spannte ihn. Der Bogen zerbrach mit einem gewaltigen Knall. Alle zeigten ihre Begeisterung durch lauten Applaus.

Die Leute hatten gedacht, es würde sehr schwierig sein, den Bogen zu heben. Aber was ist schwierig für Rama? Sein bloßer Wille (Sankalpa) konnte jede noch so erstaunliche Tat vollbringen. Vishwāmitra ging zu Rama und sagte: “Rama! Heute hast du deine göttliche Macht gezeigt. Das ist gewiss keine menschliche Kraft, sondern sie ist in der Tat göttlich.”

Alle priesen Rama und fingen an, ihn zu bekränzen. Dann brachte König Janaka seine Tochter Sita. Als sie kam, schaute Rama nicht einmal in die Richtung, aus der sie kam. Warum? Er wollte sie nicht ohne die Aufforderung seiner Eltern anschauen.

König Janaka ließ die gute Nachricht an König Dasharatha in Ayodhya überbringen. Er bat alle, zu kommen, sobald sie die günstige Zeit (Muhūrta) für die Hochzeit ermittelt hatten. Er sagte: „Dein Sohn war bei dem von mir veranstalteten Wettbewerb siegreich. Deshalb seid ihr alle gebeten, euch zu rüsten und herzukommen, um die Hochzeit Sitas mit Rama zu feiern.”

Willkommen alle zu Ramas Hochzeit;
gemeinsam werden wir das erfreuliche Schauspiel
mit eigenen Augen sehen.
Viele haben sich schon versammelt,
aufs Schönste herausgeputzt,
die Damen sind geschmückt mit Halsketten
aus reinen, schimmernden Juwelen.
Rama wird heute den Ehebund
mit der schönen Sita eingehen.
Oh was für ein feines Paar sie abgeben!

Die Frauen des Königreiches kamen, um an der Hochzeit teilzunehmen und sangen voller Freude das Lied:

Kommt, lasst uns die Hochzeit von Rama und Sita anschauen,
der Anblick soll große Verdienste verleihen.
Gesegnet sind, die dem Ereignis zusehen.
Oh kommt, alle miteinander,
seht mit Freude die heilige Vermählung.

In dieser Weise sangen sie – wenn die Frauen aus der einen Richtung kamen, erschienen die Männer aus der anderen – voller Freude: „Kommt, lasst uns hingehen und die Hochzeit ansehen!“ Dasharatha traf, in Begleitung seiner Königinnen und seiner Söhne Bharata und Shatrughna sowie seiner Minister, in großer Begeisterung in Mithila ein. Es sah aus, als wäre das gesamte Ayodhya nach Mithila gekommen. König Janaka empfing sie mit königlichen Ehren.

König Janaka hatte eine zweite Tochter mit Namen Ūrmilā. Sein jüngerer Bruder hatte zwei Töchter, nämlich Mandavī und Shrutakīrthī. Es wurde beschlossen, Ūrmilā mit Lakshmana, Mandavī mit Bharata und Shrutakīrthī mit Shatrughna zu verheiraten. Alle waren glücklich, dass alle vier Paare zur selben Zeit verheiratet werden sollten.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten, begann die Hochzeitszeremonie. Sita, Ūrmilā, Mandavī und Shrutakīrthī standen vor Rama, Lakshmana, Bharata und Shatrughna. Zuerst legte Sita die Girlande um Ramas Nacken. Danach bekränzten die drei anderen Bräute ihren jeweiligen Bräutigam. Alle Leute jubelten dem Geschehen voller Freude zu.

Es ist unmöglich, die göttliche Natur (Līlās) und Herrlichkeit Ramas zu beschreiben. Nach dem Hochzeitsfest brachen alle nach Ayodhya auf. Unterwegs hörten sie einen ohrenbetäubenden Krach. Als sie sich umschauten, um zu erkennen, woher das Geräusch gekommen war, fanden sie sich Parashurāma (6. Avatar Vishnus, der zeitgleich mit Rama, dem 7. Avatar Vishnus lebte, Anm.d.Ü.) gegenüber, und zwar in seiner wilden Form. Alle waren verstört und dachten: „Was soll jetzt dieses riesige Hindernis nach den prächtigen Hochzeitsfeierlichkeiten!“ Gut und schlecht folgen stets aufeinander. Nachdem sie in Mithila große Freude erlebt hatten, waren sie nun auf ihrem Weg nach Ayodhya einer großen Schwierigkeit ausgesetzt. Dasharatha und die anderen wurden von Furcht ergriffen. Parashurāma trat auf sie zu und fragte: „Wer hat den Bogen zerbrochen?“ „Ich habe das getan“, erwiderte Rama.

„Wenn das so ist, dann lass uns sehen, ob du meinen Bogen zerbrechen kannst.“ Mit diesen Worten gab er seinen Bogen in Ramas Hände. Rama zerbrach sogar diesen Bogen mit seiner linken Hand. Als Parashurāma das sah, entbot er Rama seinen Gruß und ging davon. Im Siegesrausch kehrten alle nach Ayodhya zurück und nahmen an den dort abgehaltenen Festlichkeiten mit großer Freude und Begeisterung teil. Die Leute veranstalteten Feste, um Ramas Macht und Sitas Hingabe in der Welt bekannt zu machen.

Mantharā wurde eifersüchtig, als sie all die Festlichkeiten sah. Leute wie Mantharā könnt ihr überall finden. Sie wurde sehr böse, als König Dasharatha beschloss, Rama anstelle des Sohnes von Kaikeyī zu krönen. Sie fing an, Kaikeyīs Gemüt zu vergiften, indem sie viele falsche Geschichten gegen Rama erfand. Als sie diesen schlimmen Reden Mantharās zuhörte, veränderte sich Kaikeyīs Einstellung. Obwohl sie Königin war, ließ sie sich von den Worten ihrer Dienerin beeinflussen und wurde für das Exil Ramas verantwortlich. Hinterher bereute sie es, als sie erkannte, dass es eine Verschwörung von Mantharā war. In Wirklichkeit liebte Kaikeyī Rama sehr. Es war Kaikeyī, die Rama viele Dinge lehrte. Rama liebte Kaikeyī ebenso, mehr als seine Mutter Kausalyā.

Mantharā flehte Kaikeyī an: „Mutter! Ich bin deine Dienerin. Seit deiner Geburt habe ich dich genährt und aufgezogen. Bitte, erfülle mir einen Wunsch. König Dasharatha hat beschlossen, Rama zu krönen. Aber er müsste Bharata die Krone geben, wie er es dir früher versprochen hat. Rama sollte vierzehn Jahre ins Exil geschickt werden.“

Rama und Sita waren beide für die Krönung bereit; sie trugen gelbe Seidenkleider. Alle warteten im Königshof darauf, sie willkommen zu heißen. Inzwischen ging Rama zu seiner Mutter Kausalyā und sagte: „Oh Mutter! Ich werde in den Wald gehen. Bitte gib mir die Erlaubnis.“ Kausalyā fragte: „Warum, mein Lieber! Warum willst du jetzt in den Wald gehen, wo die Zeit für deine Krönung gekommen ist?“ Rama antwortete: „Mutter! Es ist der Befehl meines Vaters, dass ich vierzehn Jahre im Exil im Wald verbringen soll. Ich muss das Versprechen erfüllen, das mein Vater gegeben hat.“ Nach diesen Worten grüßte er seine Mutter ehrerbietig und ging zu Sumitrā.

Sumitrā war die zweite Frau von Dasharatha. Vor seiner Ehe mit Sumitrā hatte Dasharatha die Zustimmung Kausalyās gesucht. Kausalyā antwortete: „Unser Königreich braucht einen Thronfolger, nicht wahr? Deshalb kannst du eine Frau deiner Wahl heiraten. Ich werde auch an der Hochzeit teilnehmen.“ Dasharatha war sehr glücklich und angenehm überrascht. Solche Frauen, die sich nach den Wünschen ihrer Männer richten, gibt es auch in der Welt!

Sumitrā war eine Frau mit großen Tugenden. Ihrem Namen getreu (Su-mitra = guter Freund) war sie allen eine Freundin. Sie ging zu Kausalyā und sprach ermutigende Worte: „Liebe ältere Schwester! Warum solltest du dich sorgen? Was denkst du von Rama! Er ist Gott Narayana selber. Was für eine Rolle spielt es für ihn, ob er in Ayodhya oder im Wald ist? Wo immer er sich aufhält, er ist stets bei uns. Für Rama sind Ayodhya und Aranya (Wald) ein und dasselbe.

Kausalyā wurde durch die Worte Sumitrās einigermaßen getröstet und ihr Gemüt (mind) beruhigte sich. Sumitrā fügte hinzu: „Liebe ältere Schwester! Mir sind zwei Söhne geboren, während ihr, du und Kaikeyī, jeweils einen Sohn geboren habt. Weißt du warum? Der Grund ist, dass meine beiden Söhne Gelegenheit haben werden, ihren älteren Brüdern zu dienen. Lakshmana wird Rama dienen und Shatrughna Bharata. Deshalb höre meinen Entschluss: Lakshmana wird mit Rama in den Wald gehen und wird Rama so beschützen, wie das Lid das Auge beschützt. Habe deshalb keine Angst.“

Bevor sie sich auf den Weg in den Wald machten, ging Lakshmana zu seiner Frau Ūrmilā. Sie hatte noch gar nicht erfahren, dass Rama, Lakshmana und Sita in den Wald gehen würden. Sie saß in ihrem Raum und war darin vertieft, die Krönungsszene von Rama und Sita zu malen. Eben da ging Lakshmana zu ihr und rief „Ūrmilā!“, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. „Ja, Herr!“ antwortete sie und erhob sich abrupt von ihrem Sitz. Als sie das tat, verschüttete sie versehentlich Farbe auf das gemalte Bild. Bekümmert rief sie: „Oje! Ein schön gemaltes Bild ist verdorben!“ Da sagte Lakshmana: „Ūrmilā! Hier sorgst du dich um ein verdorbenes Bild. Da drüben hat Kaikeyī die Krönung von Sri Rama verdorben, die anderen soviel Gutes gebracht hätte.“ Dann informierte Lakshmana sie, dass er mit Rama in den Wald gehen würde. Erschrocken über die Nachricht, dass Rama in den Wald gehen würde, fragte sie Lakshmana: „Was meinst du damit, dass Rama in den Wald geht? In wenigen Augenblicken soll er gekrönt werden, nicht wahr?“ Danach setzte Lakshmana sie von allem, was passiert war, in Kenntnis. Da sie mit großem Opfergeist ausgestattet war, brachte der Gedanke an eine Trennung von ihrem Gatten sie überhaupt nicht aus der Fassung. Hocherfreut, dass ihr Gatte die Gelegenheit bekam, Rama und Sita zu dienen, sagte sie zu Lakshmana: „Heilige deine Zeit, indem du Rama und Sita dienst. Wenige nur haben ein so großes Glück. Geh und sei glücklich.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie sich von Lakshmana.

Janaka warnte seine Tochter vor den Gefahren des Waldes und fragte Sita: „Sita! Du gehst mit Rama in den Wald. Viele wilde Tiere streifen durch den Wald und man hört dort auch furchteinflößende Geräusche. Kannst du das alles ertragen, ohne dich zu ängstigen?“ Sita antwortete. „Wie kann Raum sein für Angst vor Tieren, wenn Rama, ein Löwe in Menschengestalt, bei mir ist? Rama ist Gott Narayana selbst. Deshalb habe ich nichts zu fürchten.“ In dieser Weise besänftigten Rama, Sita und Lakshmana die Ängste aller und machten sich auf in die Wälder. Im Wald beschützte Lakshmana Rama und Sita mit großer Fürsorge und diente ihnen mit ganzem Einsatz.

Nachdem Rama Ravana getötet hatte und zusammen mit Sita nach Ayodhya zurückkehrte, hießen die Leute sie begeistert willkommen und feierten ihre Rückkehr mit großer Festlichkeit. „Rama ist gekommen! Mutter Sita ist gekommen! Ayodhya strahlt im Glanz ihrer Herrlichkeit. Dies ist ein großer Tag für Ayodhya!“ Es gab viele ausgiebige Feierlichkeiten bei ihrer Rückkehr nach Ayodhya und die Leute waren überglücklich, Rama und Sita zu sehen, die sie als Gott Narayana und Lakshmi verehrten.

Sita riet Rama: „Verwandle dieses Königreich in ein Königreich der Freude, wo jeder ein glückliches Leben führen kann.“ Selbst heute noch verehren die Leute in Bharat Rama in jedem Dorf, jedem Haus und jeder Hütte. Es ist bei den Menschen von Bharat Sitte, ihren Kindern die Namen Rama und Sita zu geben. Selbst nach Tausenden von Jahren gibt es die Namen Rama und Sita immer noch. Die Herrlichkeit dieser Namen ist ewig und unveränderlich. In vielen Ländern hat es Kriege gegeben, aber nicht so in Bharat. Die Leute mögen wegen persönlicher Differenzen miteinander kämpfen, aber in diesem Land wurde kein Krieg geführt. Nicht nur das. Es wird niemals irgendeinen Krieg geben in Bharat. Es ist das Königreich Ramas (Rama Rajya), das Land des Friedens. Es ist das Land der Liebe.

Dieses Land Bharat hat viele edle Frauen hervorgebracht wie Savitrī
die ihren toten Ehemann ins Leben zurückbrachte;
Chandramatī, die mit der Macht der Wahrheit ein wildes Feuer löschte;
Sita, die ihre Keuschheit unter Beweis stellte,
indem sie unverletzt aus einem lodernden Feuer hervorkam, und
Damayantī, die einen bösartigen Jäger durch die Kraft ihrer Tugendhaftigkeit
zu Asche verbrannte.
Dieses Land der Frömmigkeit und des Edelmuts
erreichte Fülle und Wohlstand und wurde Lehrer aller Nationen der Welt
dank solcher reinen und keuschen Frauen.

Solche großartigen Frauen wurden im Land Bharat geboren. Deshalb ist in Bharat jeder Tag ein Fest und ein Anlass zu feiern. Ihr wisst, wenn einem Mann die Ehefrau stirbt, unternimmt er sofort alles, um wieder zu heiraten. Aber die Frauen von Bharat sind nicht so. Bharat wird zu Recht Lehrer der Welt genannt. In diesem heiligen Land inkarnierte Gott Narayana und erlöste das Leben der Menschen, indem er ihnen sein göttliches Spiel und seine göttliche Herrlichkeit zeigte.

Jeder einzelne Mensch ist ein Abbild des Atmans. Dieselbe Wahrheit wurde von Krishna verkündet: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ihr alle seid die Verkörperungen des Atmans. Ihr mögt verschiedene Namen tragen, aber der Atmarama ist in euch allen derselbe. Deshalb glaubt nicht, dass Rama irgendwo anders ist. Euer eigenes Herz ist der Tempel Ramas. Denkt deshalb ununterbrochen an Rama, der in eurem Herzen wohnt. Rama ist bei euch, in euch, um euch herum, nicht nur im Wachen, sondern auch im Traum und im Tiefschlaf. Er ist ewig bei euch. Rama ist nicht auf eine bestimmte Form beschränkt. Er nimmt unzählige Formen an, doch obwohl es so viele Formen gibt, ist die Göttlichkeit in ihnen eine allein. Bietet deshalb jedem, der euch begegnet, euren Gruß und betrachtet ihn als Ramas Form. Jetzt wird Swami als Sai Rama und Sai Krishna gepriesen, weil er dieselben Prinzipien von Dharma, Liebe und Frieden verkörpert, welche Rama und Krishna personifizierten.

Rama wohnt jedem inne; Gott ist in allen gegenwärtig; Rama ist in euch. Tatsächlich seid ihr selber Rama. Verankert diese Wahrheit fest in eurem Herzen und verbringt eure Zeit gewinnbringend. Dann wird euer Leben mit immerwährender Seligkeit angefüllt sein. Rezitiert den Namen Ramas ohne Unterlass.

Äonen sind vergangen, trotzdem ist der Name Ramas nicht vergessen worden. Rama ist nicht getrennt von euch, und ihr seid nicht getrennt von Rama. Ihr mögt einen Menschen bei seinem Namen rufen, aber es ist Rama, der in ihm gegenwärtig ist. Ihr könnt ihn Sai Rama, Sita Rama oder Ayodhya Rama oder mit irgendeinem anderen Namen rufen, nur behaltet Rama immer im Gedächtnis.

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Rede d. Jutta Steiner.

 

 

Ramnavami - 24. März 2010

Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

Rama[1]

Rama oder Ram (Sanskrit, m., राम, rāma) ist nach den Lehren des Hinduismus die siebte Inkarnation von Vishnu, einem vedischen Prinzip vergleichbar mit Atman. Er gilt als gebildet, schön und mit allen königlichen Eigenschaften ausgestattet. Seine Geschichte wird in dem indischen Heldenepos Ramayana erzählt. Dieses handelt von Ramas Verbannung in die Waldeinsamkeit und dem Sieg über Ravana, nachdem dieser seine Gattin Sita nach Lanka entführt hatte. Ein wesentlicher Helfer bei diesem Kampf war der Affengott Hanuman.

In der mythologischen Geschichte war Rama der älteste der vier Söhne von König Dasharatha. Er begegnete Sita am Hof des Königs Janaka, wo er ein Bogenschießen gewann (mit dem Bogen von Shiva, den er als einziger spannen konnte). Rama heiratete Sita. Auf Drängen seiner Stiefmutter Kaikeyi wurde Rama in den Wald verbannt, wohin ihn zwei Menschen begleiteten: sein Bruder Lakshmana und seine Gattin Sita. Dasharatha ordnete an, dass Rama vierzehn Jahre lang in der Verbannung leben sollte.

Ramas Geburtstag Ramnavami ist ein wichtiges Fest der Hindus. Er fällt auf den 9. Tag des zunehmenden Mondes im Monat Chaitra (März/April).

Siehe Vedharma Mondkalender: http://www.vedharma.de/index.php/Navami

Zu Ehren des Gottes Rama

Ramnavami ist eines der wichtigsten Feste der Hindureligion, besonders des Vaishnava Ordens. An diesem besonderen Tag, wiederholen Sie den Namen Ramas mit jedem Atemzug und geloben, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Die Menschen beten und meditieren, um endgültige Glückseligkeit des Lebens durch die intensive Hingabe zu Rama zu erreichen und rufen ihn an für seinen Segen und Schutz.

Viele Gläubige führen ein strenges Fasten durch an diesem Tag. Ansonsten ist es eine äußerst farbenfrohe Zeremonie, sehr inspirierend und lehrreich. Die Tempel werden geschmückt und das Bild von Lord Rama ist reich verziert.

Der heilige "Ramayana" ist in den Tempeln zu lesen. In Ayodhya, dem Geburtsort von Sri Rama, findet eine große, feierliche Messe an diesem Tag statt.

Im Süden von Indien findet "Sri Ramnavami Utsavam" satt. Das Fest wird für neun Tage mit großer Inbrunst und Hingabe gefeiert. In Tempeln und bei frommen Versammlungen erzählen Priester und Gelehrte die spannenden Episoden des "Ramayana". Die Kirtanists singen den heiligen Namen von Rama und feiern die Hochzeit von Rama mit Sita an diesem Tag.

Hier rein hören:

Shri Ram Navami Gesänge - Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

 

Ich wünsche allen Lesern ein gesengtes Ram-Navami Fest 2010

GANUSCH

(Joachim F. NUSCH)

 

 srirama[1]

Nachfolgender Text ist eine Übersetzung der Ansprache von Sathya Sai Babas an Rama Navami (Ramas Geburtstag)


Tausende von Jahren sind seit Beginn des Treta Yugas vergangen, trotzdem besinnt sich noch heute, angefangen bei den Kindern bis hin zu den älteren Leuten, jeder auf den Namen Ramas. Die Herrlichkeit von Ramas Namen ist so, dass sie sich auch im Laufe der Zeit kein bisschen vermindert hat. Diese Wahrheit sollte von allen anerkannt werden. Rama ist der Name, der einer Form gegeben wurde, aber der Name Rama ist nicht auf eine Form begrenzt. Atman ist Rama, und sein wahrer Name lautet Atmarama. Deshalb ist, wo immer und wann immer ihr an den Namen Rama denkt, Rama direkt bei euch, in euch, um euch herum.

Verkörperungen der Liebe!

Rama ist ein und derselbe, ob ihr ihn nun mit dem Atman oder mit der Form in eurem Herzen identifiziert. Jedes Jahr kehrt das Fest von Rama Navami wieder, aber wir haben bisher dessen wahre Bedeutung nicht verstanden. Ihr identifiziert Rama mit einer Form; Rama ist jedoch auf keine bestimmte Form begrenzt. Es ist der Name, der in eurem Herzen verborgen ist. In der Welt geschehen ständig viele Wechsel und Veränderungen, aber Ramas Name ist unveränderlich, ewig, unbefleckt und dauerhaft. Rama war kein gewöhnlicher Mensch. Er war wahrhaftig Gott, der zum Wohle der Menschheit auf der Erde inkarnierte. Die Leute nennen Gott mit vielen Namen wie Rama, Krishna, Ishvara und Mahadeva. Das sind alles Namen des einen Gottes. Ihr solltet die Herrlichkeit dieses Namens erkennen. Der Weise Vasishtha sagte: Rama ist die Verkörperung von Dharma. Dharma selbst inkarnierte in der Gestalt von Rama. Ihr solltet Dharma befolgen. Welchem Dharma sollt ihr folgen? Nicht dem Dharma, der mit eurem Kopf verbunden ist. Folgt dem Dharmaprinzip, das aus eurem Herzen kommt.

Sita wurde die Gemahlin Ramas, der die Verkörperung von Dharma war. Wo wurde Sita geboren? Sita wurde aus dem Schoß der Erde geboren. Als König Janaka bei der Durchführung eines Yagnas ein Feld pflügte, fand er einen Kasten. Als der Kasten geöffnet wurde, fand man ein kleines Baby darin. Er betrachtete dies als Segensgabe Gottes, nahm es mit nach Hause und zog es mit großer Fürsorge und Zuneigung auf. Diesem Baby wurde der Name Sita gegeben. Da sie die Tochter des Königs von Videha war, wurde sie außerdem Vaidehī genannt. Dieser Name war sehr bedeutsam, denn er bezeichnete jemanden, der die Illusion transzendiert, die durch die Bindung an den Körper verursacht wird.

Einmal spielte Sita im Haus mit ihren Gefährtinnen Ball. Dort im Haus von König Janaka stand eine große Kiste, die einen riesigen Bogen enthielt. Als ihre Gefährtinnen mit dem Ball spielten, rollte dieser unter die Kiste. Niemand konnte die Kiste bewegen. Sita ging hin und schob sie mit der linken Hand zur Seite. Als König Janaka das beobachtete, beschloss er noch am selben Tag, dass Sitas Macht der Welt bekannt gemacht werden müsste. Er richtete ein Yagna aus und gab kund: “Wer den Bogen Shivas spannen kann, dem gebe ich meine Tochter Sita zur Frau.”

Aus vielen Ländern kamen Könige herbei. Alle dachten, es wäre ein großes Glück, Sita zu heiraten und König Janakas Schwiegersohn zu werden. Einer nach dem anderen kamen sie und versuchten, den Bogen hochzuheben, aber alle versagten. In jener Versammlung waren auch Rama und Lakshmana anwesend, begleitet vom Weisen Vishwāmitra. Auf Anweisung des Weisen ging Rama nach vorn. Er entzückte alle, indem er mit großer Bescheidenheit vortrat. Seine Rede, sein Handeln und sein Auftreten waren voller Liebenswürdigkeit. Er ging zum Bogen, hob ihn mit seiner linken Hand und spannte ihn. Der Bogen zerbrach mit einem gewaltigen Knall. Alle zeigten ihre Begeisterung durch lauten Applaus.

Die Leute hatten gedacht, es würde sehr schwierig sein, den Bogen zu heben. Aber was ist schwierig für Rama? Sein bloßer Wille (Sankalpa) konnte jede noch so erstaunliche Tat vollbringen. Vishwāmitra ging zu Rama und sagte: “Rama! Heute hast du deine göttliche Macht gezeigt. Das ist gewiss keine menschliche Kraft, sondern sie ist in der Tat göttlich.”

Alle priesen Rama und fingen an, ihn zu bekränzen. Dann brachte König Janaka seine Tochter Sita. Als sie kam, schaute Rama nicht einmal in die Richtung, aus der sie kam. Warum? Er wollte sie nicht ohne die Aufforderung seiner Eltern anschauen.

König Janaka ließ die gute Nachricht an König Dasharatha in Ayodhya überbringen. Er bat alle, zu kommen, sobald sie die günstige Zeit (Muhūrta) für die Hochzeit ermittelt hatten. Er sagte: „Dein Sohn war bei dem von mir veranstalteten Wettbewerb siegreich. Deshalb seid ihr alle gebeten, euch zu rüsten und herzukommen, um die Hochzeit Sitas mit Rama zu feiern.”

Willkommen alle zu Ramas Hochzeit;
gemeinsam werden wir das erfreuliche Schauspiel
mit eigenen Augen sehen.
Viele haben sich schon versammelt,
aufs Schönste herausgeputzt,
die Damen sind geschmückt mit Halsketten
aus reinen, schimmernden Juwelen.
Rama wird heute den Ehebund
mit der schönen Sita eingehen.
Oh was für ein feines Paar sie abgeben!

Die Frauen des Königreiches kamen, um an der Hochzeit teilzunehmen und sangen voller Freude das Lied:

Kommt, lasst uns die Hochzeit von Rama und Sita anschauen,
der Anblick soll große Verdienste verleihen.
Gesegnet sind, die dem Ereignis zusehen.
Oh kommt, alle miteinander,
seht mit Freude die heilige Vermählung.

In dieser Weise sangen sie – wenn die Frauen aus der einen Richtung kamen, erschienen die Männer aus der anderen – voller Freude: „Kommt, lasst uns hingehen und die Hochzeit ansehen!“ Dasharatha traf, in Begleitung seiner Königinnen und seiner Söhne Bharata und Shatrughna sowie seiner Minister, in großer Begeisterung in Mithila ein. Es sah aus, als wäre das gesamte Ayodhya nach Mithila gekommen. König Janaka empfing sie mit königlichen Ehren.

König Janaka hatte eine zweite Tochter mit Namen Ūrmilā. Sein jüngerer Bruder hatte zwei Töchter, nämlich Mandavī und Shrutakīrthī. Es wurde beschlossen, Ūrmilā mit Lakshmana, Mandavī mit Bharata und Shrutakīrthī mit Shatrughna zu verheiraten. Alle waren glücklich, dass alle vier Paare zur selben Zeit verheiratet werden sollten.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten, begann die Hochzeitszeremonie. Sita, Ūrmilā, Mandavī und Shrutakīrthī standen vor Rama, Lakshmana, Bharata und Shatrughna. Zuerst legte Sita die Girlande um Ramas Nacken. Danach bekränzten die drei anderen Bräute ihren jeweiligen Bräutigam. Alle Leute jubelten dem Geschehen voller Freude zu.

Es ist unmöglich, die göttliche Natur (Līlās) und Herrlichkeit Ramas zu beschreiben. Nach dem Hochzeitsfest brachen alle nach Ayodhya auf. Unterwegs hörten sie einen ohrenbetäubenden Krach. Als sie sich umschauten, um zu erkennen, woher das Geräusch gekommen war, fanden sie sich Parashurāma (6. Avatar Vishnus, der zeitgleich mit Rama, dem 7. Avatar Vishnus lebte, Anm.d.Ü.) gegenüber, und zwar in seiner wilden Form. Alle waren verstört und dachten: „Was soll jetzt dieses riesige Hindernis nach den prächtigen Hochzeitsfeierlichkeiten!“ Gut und schlecht folgen stets aufeinander. Nachdem sie in Mithila große Freude erlebt hatten, waren sie nun auf ihrem Weg nach Ayodhya einer großen Schwierigkeit ausgesetzt. Dasharatha und die anderen wurden von Furcht ergriffen. Parashurāma trat auf sie zu und fragte: „Wer hat den Bogen zerbrochen?“ „Ich habe das getan“, erwiderte Rama.

„Wenn das so ist, dann lass uns sehen, ob du meinen Bogen zerbrechen kannst.“ Mit diesen Worten gab er seinen Bogen in Ramas Hände. Rama zerbrach sogar diesen Bogen mit seiner linken Hand. Als Parashurāma das sah, entbot er Rama seinen Gruß und ging davon. Im Siegesrausch kehrten alle nach Ayodhya zurück und nahmen an den dort abgehaltenen Festlichkeiten mit großer Freude und Begeisterung teil. Die Leute veranstalteten Feste, um Ramas Macht und Sitas Hingabe in der Welt bekannt zu machen.

Mantharā wurde eifersüchtig, als sie all die Festlichkeiten sah. Leute wie Mantharā könnt ihr überall finden. Sie wurde sehr böse, als König Dasharatha beschloss, Rama anstelle des Sohnes von Kaikeyī zu krönen. Sie fing an, Kaikeyīs Gemüt zu vergiften, indem sie viele falsche Geschichten gegen Rama erfand. Als sie diesen schlimmen Reden Mantharās zuhörte, veränderte sich Kaikeyīs Einstellung. Obwohl sie Königin war, ließ sie sich von den Worten ihrer Dienerin beeinflussen und wurde für das Exil Ramas verantwortlich. Hinterher bereute sie es, als sie erkannte, dass es eine Verschwörung von Mantharā war. In Wirklichkeit liebte Kaikeyī Rama sehr. Es war Kaikeyī, die Rama viele Dinge lehrte. Rama liebte Kaikeyī ebenso, mehr als seine Mutter Kausalyā.

Mantharā flehte Kaikeyī an: „Mutter! Ich bin deine Dienerin. Seit deiner Geburt habe ich dich genährt und aufgezogen. Bitte, erfülle mir einen Wunsch. König Dasharatha hat beschlossen, Rama zu krönen. Aber er müsste Bharata die Krone geben, wie er es dir früher versprochen hat. Rama sollte vierzehn Jahre ins Exil geschickt werden.“

Rama und Sita waren beide für die Krönung bereit; sie trugen gelbe Seidenkleider. Alle warteten im Königshof darauf, sie willkommen zu heißen. Inzwischen ging Rama zu seiner Mutter Kausalyā und sagte: „Oh Mutter! Ich werde in den Wald gehen. Bitte gib mir die Erlaubnis.“ Kausalyā fragte: „Warum, mein Lieber! Warum willst du jetzt in den Wald gehen, wo die Zeit für deine Krönung gekommen ist?“ Rama antwortete: „Mutter! Es ist der Befehl meines Vaters, dass ich vierzehn Jahre im Exil im Wald verbringen soll. Ich muss das Versprechen erfüllen, das mein Vater gegeben hat.“ Nach diesen Worten grüßte er seine Mutter ehrerbietig und ging zu Sumitrā.

Sumitrā war die zweite Frau von Dasharatha. Vor seiner Ehe mit Sumitrā hatte Dasharatha die Zustimmung Kausalyās gesucht. Kausalyā antwortete: „Unser Königreich braucht einen Thronfolger, nicht wahr? Deshalb kannst du eine Frau deiner Wahl heiraten. Ich werde auch an der Hochzeit teilnehmen.“ Dasharatha war sehr glücklich und angenehm überrascht. Solche Frauen, die sich nach den Wünschen ihrer Männer richten, gibt es auch in der Welt!

Sumitrā war eine Frau mit großen Tugenden. Ihrem Namen getreu (Su-mitra = guter Freund) war sie allen eine Freundin. Sie ging zu Kausalyā und sprach ermutigende Worte: „Liebe ältere Schwester! Warum solltest du dich sorgen? Was denkst du von Rama! Er ist Gott Narayana selber. Was für eine Rolle spielt es für ihn, ob er in Ayodhya oder im Wald ist? Wo immer er sich aufhält, er ist stets bei uns. Für Rama sind Ayodhya und Aranya (Wald) ein und dasselbe.

Kausalyā wurde durch die Worte Sumitrās einigermaßen getröstet und ihr Gemüt (mind) beruhigte sich. Sumitrā fügte hinzu: „Liebe ältere Schwester! Mir sind zwei Söhne geboren, während ihr, du und Kaikeyī, jeweils einen Sohn geboren habt. Weißt du warum? Der Grund ist, dass meine beiden Söhne Gelegenheit haben werden, ihren älteren Brüdern zu dienen. Lakshmana wird Rama dienen und Shatrughna Bharata. Deshalb höre meinen Entschluss: Lakshmana wird mit Rama in den Wald gehen und wird Rama so beschützen, wie das Lid das Auge beschützt. Habe deshalb keine Angst.“

Bevor sie sich auf den Weg in den Wald machten, ging Lakshmana zu seiner Frau Ūrmilā. Sie hatte noch gar nicht erfahren, dass Rama, Lakshmana und Sita in den Wald gehen würden. Sie saß in ihrem Raum und war darin vertieft, die Krönungsszene von Rama und Sita zu malen. Eben da ging Lakshmana zu ihr und rief „Ūrmilā!“, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. „Ja, Herr!“ antwortete sie und erhob sich abrupt von ihrem Sitz. Als sie das tat, verschüttete sie versehentlich Farbe auf das gemalte Bild. Bekümmert rief sie: „Oje! Ein schön gemaltes Bild ist verdorben!“ Da sagte Lakshmana: „Ūrmilā! Hier sorgst du dich um ein verdorbenes Bild. Da drüben hat Kaikeyī die Krönung von Sri Rama verdorben, die anderen soviel Gutes gebracht hätte.“ Dann informierte Lakshmana sie, dass er mit Rama in den Wald gehen würde. Erschrocken über die Nachricht, dass Rama in den Wald gehen würde, fragte sie Lakshmana: „Was meinst du damit, dass Rama in den Wald geht? In wenigen Augenblicken soll er gekrönt werden, nicht wahr?“ Danach setzte Lakshmana sie von allem, was passiert war, in Kenntnis. Da sie mit großem Opfergeist ausgestattet war, brachte der Gedanke an eine Trennung von ihrem Gatten sie überhaupt nicht aus der Fassung. Hocherfreut, dass ihr Gatte die Gelegenheit bekam, Rama und Sita zu dienen, sagte sie zu Lakshmana: „Heilige deine Zeit, indem du Rama und Sita dienst. Wenige nur haben ein so großes Glück. Geh und sei glücklich.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie sich von Lakshmana.

Janaka warnte seine Tochter vor den Gefahren des Waldes und fragte Sita: „Sita! Du gehst mit Rama in den Wald. Viele wilde Tiere streifen durch den Wald und man hört dort auch furchteinflößende Geräusche. Kannst du das alles ertragen, ohne dich zu ängstigen?“ Sita antwortete. „Wie kann Raum sein für Angst vor Tieren, wenn Rama, ein Löwe in Menschengestalt, bei mir ist? Rama ist Gott Narayana selbst. Deshalb habe ich nichts zu fürchten.“ In dieser Weise besänftigten Rama, Sita und Lakshmana die Ängste aller und machten sich auf in die Wälder. Im Wald beschützte Lakshmana Rama und Sita mit großer Fürsorge und diente ihnen mit ganzem Einsatz.

Nachdem Rama Ravana getötet hatte und zusammen mit Sita nach Ayodhya zurückkehrte, hießen die Leute sie begeistert willkommen und feierten ihre Rückkehr mit großer Festlichkeit. „Rama ist gekommen! Mutter Sita ist gekommen! Ayodhya strahlt im Glanz ihrer Herrlichkeit. Dies ist ein großer Tag für Ayodhya!“ Es gab viele ausgiebige Feierlichkeiten bei ihrer Rückkehr nach Ayodhya und die Leute waren überglücklich, Rama und Sita zu sehen, die sie als Gott Narayana und Lakshmi verehrten.

Sita riet Rama: „Verwandle dieses Königreich in ein Königreich der Freude, wo jeder ein glückliches Leben führen kann.“ Selbst heute noch verehren die Leute in Bharat Rama in jedem Dorf, jedem Haus und jeder Hütte. Es ist bei den Menschen von Bharat Sitte, ihren Kindern die Namen Rama und Sita zu geben. Selbst nach Tausenden von Jahren gibt es die Namen Rama und Sita immer noch. Die Herrlichkeit dieser Namen ist ewig und unveränderlich. In vielen Ländern hat es Kriege gegeben, aber nicht so in Bharat. Die Leute mögen wegen persönlicher Differenzen miteinander kämpfen, aber in diesem Land wurde kein Krieg geführt. Nicht nur das. Es wird niemals irgendeinen Krieg geben in Bharat. Es ist das Königreich Ramas (Rama Rajya), das Land des Friedens. Es ist das Land der Liebe.

Dieses Land Bharat hat viele edle Frauen hervorgebracht wie Savitrī
die ihren toten Ehemann ins Leben zurückbrachte;
Chandramatī, die mit der Macht der Wahrheit ein wildes Feuer löschte;
Sita, die ihre Keuschheit unter Beweis stellte,
indem sie unverletzt aus einem lodernden Feuer hervorkam, und
Damayantī, die einen bösartigen Jäger durch die Kraft ihrer Tugendhaftigkeit
zu Asche verbrannte.
Dieses Land der Frömmigkeit und des Edelmuts
erreichte Fülle und Wohlstand und wurde Lehrer aller Nationen der Welt
dank solcher reinen und keuschen Frauen.

Solche großartigen Frauen wurden im Land Bharat geboren. Deshalb ist in Bharat jeder Tag ein Fest und ein Anlass zu feiern. Ihr wisst, wenn einem Mann die Ehefrau stirbt, unternimmt er sofort alles, um wieder zu heiraten. Aber die Frauen von Bharat sind nicht so. Bharat wird zu Recht Lehrer der Welt genannt. In diesem heiligen Land inkarnierte Gott Narayana und erlöste das Leben der Menschen, indem er ihnen sein göttliches Spiel und seine göttliche Herrlichkeit zeigte.

Jeder einzelne Mensch ist ein Abbild des Atmans. Dieselbe Wahrheit wurde von Krishna verkündet: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ihr alle seid die Verkörperungen des Atmans. Ihr mögt verschiedene Namen tragen, aber der Atmarama ist in euch allen derselbe. Deshalb glaubt nicht, dass Rama irgendwo anders ist. Euer eigenes Herz ist der Tempel Ramas. Denkt deshalb ununterbrochen an Rama, der in eurem Herzen wohnt. Rama ist bei euch, in euch, um euch herum, nicht nur im Wachen, sondern auch im Traum und im Tiefschlaf. Er ist ewig bei euch. Rama ist nicht auf eine bestimmte Form beschränkt. Er nimmt unzählige Formen an, doch obwohl es so viele Formen gibt, ist die Göttlichkeit in ihnen eine allein. Bietet deshalb jedem, der euch begegnet, euren Gruß und betrachtet ihn als Ramas Form. Jetzt wird Swami als Sai Rama und Sai Krishna gepriesen, weil er dieselben Prinzipien von Dharma, Liebe und Frieden verkörpert, welche Rama und Krishna personifizierten.

Rama wohnt jedem inne; Gott ist in allen gegenwärtig; Rama ist in euch. Tatsächlich seid ihr selber Rama. Verankert diese Wahrheit fest in eurem Herzen und verbringt eure Zeit gewinnbringend. Dann wird euer Leben mit immerwährender Seligkeit angefüllt sein. Rezitiert den Namen Ramas ohne Unterlass.

Äonen sind vergangen, trotzdem ist der Name Ramas nicht vergessen worden. Rama ist nicht getrennt von euch, und ihr seid nicht getrennt von Rama. Ihr mögt einen Menschen bei seinem Namen rufen, aber es ist Rama, der in ihm gegenwärtig ist. Ihr könnt ihn Sai Rama, Sita Rama oder Ayodhya Rama oder mit irgendeinem anderen Namen rufen, nur behaltet Rama immer im Gedächtnis.

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Rede d. Jutta Steiner.

 

 

Dienstag, 2. Februar 2010

ISM – Die weltweit größte Süßwarenmesse . Süße Experimente auf Kosten unserer Gesundheit.

ISM – Die weltweit größte Süßwarenmesse. Süße Experimente auf Kosten unserer Gesundheit.

Süßigkeiten

Kaugummi aus der Tube, Süßes mit Zwiebeln oder Schokolade zum Einatmen – auf der Kölner Süßwarenmesse zeigen 1500 Hersteller aus 66 Ländern ihre neuesten Erfindungen. Einige Ideen sind ganz schön kurios! Aber soll das alles Gesund sein bei dem ganzen Zucker, denn nicht nur die Zähen sind gefährdet?

Was sagt der Ayurveda dazu?

Des Deutschen liebstes Kind sind Süßigkeiten - durchschnittlich 30 Kilo Zucker pro Kopf im Wert von ca 2.400.000.000,- € wird jährlich konsumiert - Tendenz steigend. Vor allem Frucht- oder Kaugummis und Lakritz landen bevorzugt in den Einkaufskörben.

Gehört Zucker demnach zur Ernährung moderner Menschen? Ja, sagt uns täglich die Werbung.

"Ja, Zucker liefert Genuss und Energie - als Teil einer modernen Ernährung ist er Balsam für die Seele!" So süßraspelt z. B. der Zuckermogul SÜDZUCKER.

Aber niemand bemerkt oder erwähnt, das der moderne Zucker inzwischen Teil einer krank machenden Ernährung geworden ist.

Doch die Motivation zu solchen Beschönigungen sind ja nachvollziehbar !I Zählt nicht  die "raffinierte Zuckerindustrielobby" zu den mächtigsten  der Welt neben der Pharmaindustrie.  Interaktionen  zwischen den beiden sind nicht nachweisbar,  wären aber logisch konsequent. Verkannt werden die "zuckersüßen" Krankheitssymptome wie Adipositas, Übersäuerung, Verdauungsprobleme, Candida etc .

Wussten Sie schon, dass… jeder 2. Mensch mit Magen-Darm- Beschwerden unter einem Reizdarmsyndrom leidet? …nur jeder 4. Betroffene einen Arzt aufsucht? …Frauen häufiger (66%) als Männer (33%) unter RDS leiden? …jeder 3. Betroffene sowohl Symptome von Reizmagen als auch Reizdarm verspürt? …pro Jahr durch Krankschreibungen wegen RDS ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe entsteht? …RDS am häufigsten in der Altersgruppe der 20 bis 50-jährigen auftritt?

Übersäuerung, Reizmagen, Reizdarmsyndrom, (RDS) Magenbeschwerden, Gastritis, Entzündungen, Magengeschwüre, Speiseröhrenentzündungen, Schwellungen, Diabetes und Rheuma bis hin zu Magenkrebs sind Folgen übermäßigen Zuckerkonsums etc..

Millionen von Nervenfasern, die den Magen-Darm-Trakt durchziehen, führen ein bemerkenswertes Eigenleben und regeln nicht nur die Verdauung, sondern spielen auch eine große Rolle bei der Entstehung von Reizmagen und Reizdarm. Ist das Gleichgewicht gestört, entstehen damit verbundene Krankheiten. Dem kann man schon einmal bewusst entgegenwirken, indem man seinen Zuckerkonsum reduziert und nicht unkontrolliert jedes Bonbon, was zum Karneval von den Festwagen der Rosenmontagsüdumzüge geworfen wird, konsumiert. Das gilt aber auch für den Adventskalender, den Weihnachtsmann, die den Osterhasen und die

Sie sollten jedoch jetzt nicht annehmen, dass nur die Reduzierung von Zucker Ihre Gesundheit, die durch vorheriges Fehlverhalten gestört sein könnte, kurzfristig reguliert werden kann.

weisser Zucker - nicht nur für die Zähne ungesund

Raffinierter Zucker ist ein Genussmittel, dessen Konsum das Verlangen danach steigert, anstatt es zu befriedigen. Folglich sprechen wir von einem "Lebens"mittel mit einer Suchtkomponente. Allerdings gibt es zur Zuckersucht nahezu keine wissenschaftlich belegten Studien. Wen wundert das, denn wer sollte die Gelder für diese Forschungen zur Verfügung stellen? Die Zuckerindustrie? Die Produzenten? Die Pharmaindustrie? Warum auch? Das Geschäft blüht doch.
Viele couragierte Ärzte, insbesondere Heilpraktiker, Naturheilärzte und Ayurvedatherapeuten, warnen vor der Gefahr im süßen Gewand - und nahezu jede Gesundheitslehre macht auf die negativen Aspekte raffinierten Zuckers aufmerksam. Unbemerkt wird Zucker über versteckte Zuckerreste in industriell gefertigte Waren konsumiert. Ökotrophologen verwenden in der Produktentwicklung viel zu oft Zucker und Alternativen zu Zucker wie z. B., Sucrose, Fructose-Sucrose-Sirup.

Der im Ayurveda aus frischem Rohrzucker hergestellte Sharkara Zucker ist gut für die Sehkraft, stärkend und nahrhaft, beseitigt überhöhte Gallensäure und kontrolliert saures Aufstoßen. Oft werden zur Regulierung von Sodbrennen als erstes Mittel auch Rosinen empfohlen. Durch den hohen Zuckergehalt und den natürlichen Fruchtzuckeranteil.(65...70%) schmecken Rosinen sehr süß. Im Ayurveda bewertet man grundsätzlich gesunden, (unraffinierten) Zucker oder Süße als positiv wenn sie/er unraffiniert und in den richtigen Mengen, zu richtigen Gelegenheiten und in der richtigen Zusammenstellung verwendet wird. 

In der ayurvedischen Küche gehören 6 Geschmacksrichtungen zu einer vollständig ausgewogenen Ernährung. Dazu gehört eben gleichwertig auch die süße Geschmacksrichtung. Beispielprodukte dafür sind:

süß Getreide, Kartoffel, Reis, Milch, Butter, Sahne, Zucker, Öl
sauer Zitrusfrüchte, Käse, Joghurt, Essig, milchsauer Vergorenem
salzig Steinsalz, Himalayasalz, Sal de Fleur
scharf Ingwer, Pipali-Pfeffer, Cayenne, Kreuzkümmel, Rettich, Radieschen
bitter Spinat, Rosenkohl, bittere Gewürze und Kräuter
herb Mungdal, Bohnen, Blumenkohl, Kartoffel, Brokkoli, Äpfel, Birnen

Zucker wird ausschließlich bei der Zubereitung von Nachspeisen verwendet. Allerdings isst man das Süße vor der Hauptmahlzeit.

Eigenschaft von Zucker im Ayurveda:

kräftigend, heilend, nährend für Gehirn, antitoxisch, kräftigt Haut und Haare, stillt Durst, gut für Herz, Rachen, Kehle, Laktation. Vermindert Vata und Pitta, erhöht jedoch Kapha, was bei sitzenden Menschen dann ungünstig wird.

Die Süße des Lebens wird im Ayurveda „Amrita“ genannt. Daraus entsteht „Ojas“, was Lebenskraft und die Fortdauer des Lebens verleiht. Im Ayurveda bezeichnet man mit „Ojas“ das feinste Produkte des Verdauungsprozesses, was für Langlebigkeit verantwortlich ist. Eine Störung des Ojaprozesses verkürzt die Lebensdauer.

Raffinierter Zucker trägt genau dazu bei, diesen Prozess zu stören. Die Konsequenz sind mögliche Komplikationen in unserem Körper.

Viele Medikamente sind überflüssig, wenn der allgemeine Zuckerkonsum reduziert würde. Sicherlich eine Überlegung wert! Es kann nicht Sinn einer Volksgesundheit sein, dass Werbung empfiehlt, einmal täglich direkt vor oder sogar während der Mahlzeit magensäureregulierende Produkte einzunehmen.

Unsere Gesellschaft kennzeichnet sich durch den stoffwechselübersäuerten Mensch. Nicht nur die falsche Ernährung sondern auch durch Stress, ist seine Psyche, sein Gemüt, sprichwörtlich sauer. Zucker, der ja auch im Alkohol enthalten ist, sollte dann aber nicht als Ausgleich genommen werden, sondern hier ist Meditation, Yoga und viel Bewegung an frischer Luft zu empfehlen.

Die ayurvedische Ernährung hat nicht nur das Ziel, den physischen Körper zu nähren und gesund zu erhalten, sondern auch seine Seele. Ein indisches Sprichwort sagt es treffend:

“Wie die Nahrung, so der Geist.”

Im Ayurveda wird darauf hingewiesen, wie Zucker gesund und „maßvoll“ angewendet wird, so dass die Doshas, (Vata, Kapha, Pitta), die ayurvedsiche Konstitution des Körpers, im gesunden Gleichgewicht sind. Leider steht in der Süßwarenindustrie lediglich die Konsumsteigerung im Vordergrund und nicht die Gesundheit.

Auch die Zusammenstellung von Lebensmittel ist im Ayurveda wichtig. Folgende Lebensmittel sollten z.B. niemals mit Milch zusammen gegessen werden.

Butter, Ghee, Zucker, Reisflocken, Gerste, Ingwer, Pfeffer, saures Obst, Mango, Trauben, Amla, Jackfrucht, Banane, Blattgemüse, Rettich, Mungbohnen, Sesamsaat, Sesamöl, Senf, Wein.

Zucker, Butter und Milch vertragen sich nicht. Schauen wir uns nur in den Süßwarenregalen um. Wir werden weit über 50% Produkte finden, die genau diese Mischung enthalten. Von der Milchschnitte bis zum Schwarzwälder Kuchen ist alles dabei.

 

brauner Zucker, Rohzucker

 

Welche Zuckersorten und Süßungsmittel sind aus Sicht des Ayurveda gesundheitlich als wertvolles Lebensmittel zu betrachten?

Sharkara

Schon in den traditionellen ayurvedischen Schriften wird ein Zucker beschrieben, der als der hochwertigste unter 8 verschiedenen Zuckerarten bezeichnet wird. Guter gereinigter Ayurveda Zucker (aus frischem Rohrzucker) nach altem Ayurveda Verfahren, genannt Sharkara, ist der einzige Zucker der basische Wirkung aufzeigt. Hier macht die Menge des Verbrauchs "das Maß aller Dinge" aus!

Es ist üblich, Zucker am Ende des Raffinierungsprozesses mit Schwefelsäure zu bleichen. Damit verliert er seine Qualitäten. Der echte Sharkara von Classic Ayurveda wird nicht mit Schwefelsäure behandelt, was Sie an der leicht gräulichen Farbe erkennen können. Sein pH Wert ist fast neutral. (siehe Untersuchungsergebnisse vom September 2005, LEFO-Institut, Dr. Wichmann, vereidigter Lebensmittelchemiker)

Brauner Zucker:

Brauner Zucker ist deshalb braun weil ihm die Melasse nicht entzogen wurde. Somit hat er noch "fast" alle Mineralstoffe die im Zuckerrohr oder in der Zuckerrübe enthalten sind. Dem Saft der geschnitzelten Rüben (Rohr) wird mit Zuhilfenahme von Kalk und Kohlensäure die unerwünschte Farbe entzogen. Der so gewonnene Carbonationskalk wird von den Rübenbauern wieder dem Acker zugeführt um eine gute Bodenqualität zu sichern. Schade eigentlich.... diese Mineralien wären auch gut für uns. Oft wird aber auch weißer Zucker mit braunem Zuckersirup braun gefärbt.

Honig im Ayurveda

Honig im Ayurveda

Im Ayurveda gilt Honig als ein herausragendes Nahrungsmittel, das ebenfalls zu Heilzwecken eingesetzt wird. Die Sanskrit-Bezeichnung lautet madhu, verwandt mit dem deutschen Wort Met (= Honigwein). In den klassischen Texten werden verschiedene Honigsorten beschrieben. Eingeteilt nach Art der honigbereitenden Insekten. Diese Insekten leben meist in Waldgebieten. Insofern käme den klassischen Sorten am ehesten ein möglichst flüssiger, hochwertiger Waldhonig mit scharfen und bitteren Geschmackskomponenten gleich. Allerdings sollte dieser vor dem Verzehr mindestens ein Jahr gelagert werden, um die beschriebenen Wirkungen entfalten zu können. Honig darf allerdings nicht über 40° erhitzt werden. In zu großen Mengen eingenommen, besteht ferner die Gefahr, dass Honig Stoffwechselschlacken (Ama) bildet oder Vata erhöht.

Stevia rebaudiana. Süßkraut, Honigkraut aus Paraguay

 

Stevia:

Stevia, das Erzeugnis der Pflanze Stevia rebaudiana („Süßkraut“, auch „Honigkraut“), ist ein natürlicher Süßstoff. Es besteht hauptsächlich aus dem Diterpenglykosid Steviosid. Steviablätter werden seit über 500 Jahren von der indigenen Bevölkerung Paraguays und Brasiliens bei der Zubereitung von Speisen und Getränken und als Heilpflanze verwendet. Die Guaraní-Indianer nennen es ka'a he'ê (Süßkraut).

Es hat die bis zu 300-fache Süßkraft von Zucker, schützt die Zähne vor Karies und ist für Diabetiker geeignet. Steviosid ist für die Süßwirkung der Steviablätter der wichtigste Inhaltsstoff. Steviaerzeugnisse sind in der EU nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es ist untersagt, sie als solche in den Verkehr zu bringen. Die Getränkeindustrie experimentiert jedoch mit Stevia, um es für Limonaden und Colagetränke einzusetzen.

 

GANUSCH

www.vedharma.de

www.jyotishi.de

 

Ein umfassender Ayurveda und Jyotish-Beratungs-Service wird auf der Website http://www.jyotishi.de für Privatpersonen und Unternehmen angeboten.

Das Vedharma Institut für vedische Lebensweise http://www.vedharma.de ist der Träger dieses Angebots und unternimmt große Anstrengungen in der Förderung vedischen Wissens. Durch Vorträge, Beratungen und Seminare, soll das Wissen der vedischen Wissenschaften in einer modernen Form im Westen bekannt gemacht und kompetent vermittelt werden.

Creative Commons License
Dieser Beitrag von Ganusch - Vedharma Institut steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.
Beruht auf einem Inhalt unter www.vedharma.de.

ISM – Die weltweit größte Süßwarenmesse . Süße Experimente auf Kosten unserer Gesundheit.

ISM – Die weltweit größte Süßwarenmesse. Süße Experimente auf Kosten unserer Gesundheit.

Süßigkeiten

Kaugummi aus der Tube, Süßes mit Zwiebeln oder Schokolade zum Einatmen – auf der Kölner Süßwarenmesse zeigen 1500 Hersteller aus 66 Ländern ihre neuesten Erfindungen. Einige Ideen sind ganz schön kurios! Aber soll das alles Gesund sein bei dem ganzen Zucker, denn nicht nur die Zähen sind gefährdet?

Was sagt der Ayurveda dazu?

Des Deutschen liebstes Kind sind Süßigkeiten - durchschnittlich 30 Kilo Zucker pro Kopf im Wert von ca 2.400.000.000,- € wird jährlich konsumiert - Tendenz steigend. Vor allem Frucht- oder Kaugummis und Lakritz landen bevorzugt in den Einkaufskörben.

Gehört Zucker demnach zur Ernährung moderner Menschen? Ja, sagt uns täglich die Werbung.

"Ja, Zucker liefert Genuss und Energie - als Teil einer modernen Ernährung ist er Balsam für die Seele!" So süßraspelt z. B. der Zuckermogul SÜDZUCKER.

Aber niemand bemerkt oder erwähnt, das der moderne Zucker inzwischen Teil einer krank machenden Ernährung geworden ist

Doch die Motivation zu solchen Beschönigungen sind ja nachvollziehbar !I Zählt nicht  die "raffinierte Zuckerindustrielobby" zu den mächtigsten  der Welt neben der Pharmaindustrie.  Interaktionen  zwischen den beiden sind nicht nachweisbar,  wären aber logisch konsequent. Verkannt werden die "zuckersüßen" Krankheitssymptome wie Adipositas, Übersäuerung, Verdauungsprobleme, Candida etc

Wussten Sie schon, dass… jeder 2. Mensch mit Magen-Darm- Beschwerden unter einem Reizdarmsyndrom leidet? …nur jeder 4. Betroffene einen Arzt aufsucht? …Frauen häufiger (66%) als Männer (33%) unter RDS leiden? …jeder 3. Betroffene sowohl Symptome von Reizmagen als auch Reizdarm verspürt? …pro Jahr durch Krankschreibungen wegen RDS ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe entsteht? …RDS am häufigsten in der Altersgruppe der 20 bis 50-jährigen auftritt?

Übersäuerung, Reizmagen, Reizdarmsyndrom, (RDS) Magenbeschwerden, Gastritis, Entzündungen, Magengeschwüre, Speiseröhrenentzündungen, Schwellungen, Diabetes und Rheuma bis hin zu Magenkrebs sind Folgen übermäßigen Zuckerkonsums etc..

Millionen von Nervenfasern, die den Magen-Darm-Trakt durchziehen, führen ein bemerkenswertes Eigenleben und regeln nicht nur die Verdauung, sondern spielen auch eine große Rolle bei der Entstehung von Reizmagen und Reizdarm. Ist das Gleichgewicht gestört, entstehen damit verbundene Krankheiten. Dem kann man schon einmal bewusst entgegenwirken, indem man seinen Zuckerkonsum reduziert und nicht unkontrolliert jedes Bonbon, was zum Karneval von den Festwagen der Rosenmontagsüdumzüge geworfen wird, konsumiert. Das gilt aber auch für den Adventskalender, den Weihnachtsmann, die den Osterhasen und die

Sie sollten jedoch jetzt nicht annehmen, dass nur die Reduzierung von Zucker Ihre Gesundheit, die durch vorheriges Fehlverhalten gestört sein könnte, kurzfristig reguliert werden kann.

weisser Zucker - nicht nur für die Zähne ungesund

Raffinierter Zucker ist ein Genussmittel, dessen Konsum das Verlangen danach steigert, anstatt es zu befriedigen. Folglich sprechen wir von einem "Lebens"mittel mit einer Suchtkomponente. Allerdings gibt es zur Zuckersucht nahezu keine wissenschaftlich belegten Studien. Wen wundert das, denn wer sollte die Gelder für diese Forschungen zur Verfügung stellen? Die Zuckerindustrie? Die Produzenten? Die Pharmaindustrie? Warum auch? Das Geschäft blüht doch.
Viele couragierte Ärzte, insbesondere Heilpraktiker, Naturheilärzte und Ayurvedatherapeuten, warnen vor der Gefahr im süßen Gewand - und nahezu jede Gesundheitslehre macht auf die negativen Aspekte raffinierten Zuckers aufmerksam. Unbemerkt wird Zucker über versteckte Zuckerreste in industriell gefertigte Waren konsumiert. Ökotrophologen verwenden in der Produktentwicklung viel zu oft Zucker und Alternativen zu Zucker wie z. B., Sucrose, Fructose-Sucrose-Sirup.

Der im Ayurveda aus frischem Rohrzucker hergestellte Sharkara Zucker ist gut für die Sehkraft, stärkend und nahrhaft, beseitigt überhöhte Gallensäure und kontrolliert saures Aufstoßen. Oft werden zur Regulierung von Sodbrennen als erstes Mittel auch Rosinen empfohlen. Durch den hohen Zuckergehalt und den natürlichen Fruchtzuckeranteil.(65...70%) schmecken Rosinen sehr süß. Im Ayurveda bewertet man grundsätzlich gesunden, (unraffinierten) Zucker oder Süße als positiv wenn sie/er unraffiniert und in den richtigen Mengen, zu richtigen Gelegenheiten und in der richtigen Zusammenstellung verwendet wird. 

In der ayurvedischen Küche gehören 6 Geschmacksrichtungen zu einer vollständig ausgewogenen Ernährung. Dazu gehört eben gleichwertig auch die süße Geschmacksrichtung. Beispielprodukte dafür sind:

süß Getreide, Kartoffel, Reis, Milch, Butter, Sahne, Zucker, Öl
sauer Zitrusfrüchte, Käse, Joghurt, Essig, milchsauer Vergorenem
salzig Steinsalz, Himalayasalz, Sal de Fleur
scharf Ingwer, Pipali-Pfeffer, Cayenne, Kreuzkümmel, Rettich, Radieschen
bitter Spinat, Rosenkohl, bittere Gewürze und Kräuter
herb Mungdal, Bohnen, Blumenkohl, Kartoffel, Brokkoli, Äpfel, Birnen

Zucker wird ausschließlich bei der Zubereitung von Nachspeisen verwendet. Allerdings isst man das Süße vor der Hauptmahlzeit.

Eigenschaft von Zucker im Ayurveda:

kräftigend, heilend, nährend für Gehirn, antitoxisch, kräftigt Haut und Haare, stillt Durst, gut für Herz, Rachen, Kehle, Laktation. Vermindert Vata und Pitta, erhöht jedoch Kapha, was bei sitzenden Menschen dann ungünstig wird.

Die Süße des Lebens wird im Ayurveda „Amrita“ genannt. Daraus entsteht „Ojas“, was Lebenskraft und die Fortdauer des Lebens verleiht. Im Ayurveda bezeichnet man mit „Ojas“ das feinste Produkte des Verdauungsprozesses, was für Langlebigkeit verantwortlich ist. Eine Störung des Ojaprozesses verkürzt die Lebensdauer.

Raffinierter Zucker trägt genau dazu bei, diesen Prozess zu stören. Die Konsequenz sind mögliche Komplikationen in unserem Körper.

Viele Medikamente sind überflüssig, wenn der allgemeine Zuckerkonsum reduziert würde. Sicherlich eine Überlegung wert! Es kann nicht Sinn einer Volksgesundheit sein, dass Werbung empfiehlt, einmal täglich direkt vor oder sogar während der Mahlzeit magensäureregulierende Produkte einzunehmen.

Unsere Gesellschaft kennzeichnet sich durch den stoffwechselübersäuerten Mensch. Nicht nur die falsche Ernährung sondern auch durch Stress, ist seine Psyche, sein Gemüt, sprichwörtlich sauer. Zucker, der ja auch im Alkohol enthalten ist, sollte dann aber nicht als Ausgleich genommen werden, sondern hier ist Meditation, Yoga und viel Bewegung an frischer Luft zu empfehlen.

Die ayurvedische Ernährung hat nicht nur das Ziel, den physischen Körper zu nähren und gesund zu erhalten, sondern auch seine Seele. Ein indisches Sprichwort sagt es treffend:

“Wie die Nahrung, so der Geist.”

Im Ayurveda wird darauf hingewiesen, wie Zucker gesund und „maßvoll“ angewendet wird, so dass die Doshas, (Vata, Kapha, Pitta), die ayurvedsiche Konstitution des Körpers, im gesunden Gleichgewicht sind. Leider steht in der Süßwarenindustrie lediglich die Konsumsteigerung im Vordergrund und nicht die Gesundheit.

Auch die Zusammenstellung von Lebensmittel ist im Ayurveda wichtig. Folgende Lebensmittel sollten z.B. niemals mit Milch zusammen gegessen werden.

Butter, Ghee, Zucker, Reisflocken, Gerste, Ingwer, Pfeffer, saures Obst, Mango, Trauben, Amla, Jackfrucht, Banane, Blattgemüse, Rettich, Mungbohnen, Sesamsaat, Sesamöl, Senf, Wein.

Zucker, Butter und Milch vertragen sich nicht. Schauen wir uns nur in den Süßwarenregalen um. Wir werden weit über 50% Produkte finden, die genau diese Mischung enthalten. Von der Milchschnitte bis zum Schwarzwälder Kuchen ist alles dabei.

 

brauner Zucker, Rohzucker

 

Welche Zuckersorten und Süßungsmittel sind aus Sicht des Ayurveda gesundheitlich als wertvolles Lebensmittel zu betrachten?

Sharkara

Schon in den traditionellen ayurvedischen Schriften wird ein Zucker beschrieben, der als der hochwertigste unter 8 verschiedenen Zuckerarten bezeichnet wird. Guter gereinigter Ayurveda Zucker (aus frischem Rohrzucker) nach altem Ayurveda Verfahren, genannt Sharkara, ist der einzige Zucker der basische Wirkung aufzeigt. Hier macht die Menge des Verbrauchs "das Maß aller Dinge" aus!

Es ist üblich, Zucker am Ende des Raffinierungsprozesses mit Schwefelsäure zu bleichen. Damit verliert er seine Qualitäten. Der echte Sharkara von Classic Ayurveda wird nicht mit Schwefelsäure behandelt, was Sie an der leicht gräulichen Farbe erkennen können. Sein pH Wert ist fast neutral. (siehe Untersuchungsergebnisse vom September 2005, LEFO-Institut, Dr. Wichmann, vereidigter Lebensmittelchemiker)

Brauner Zucker:

Brauner Zucker ist deshalb braun weil ihm die Melasse nicht entzogen wurde. Somit hat er noch "fast" alle Mineralstoffe die im Zuckerrohr oder in der Zuckerrübe enthalten sind. Dem Saft der geschnitzelten Rüben (Rohr) wird mit Zuhilfenahme von Kalk und Kohlensäure die unerwünschte Farbe entzogen. Der so gewonnene Carbonationskalk wird von den Rübenbauern wieder dem Acker zugeführt um eine gute Bodenqualität zu sichern. Schade eigentlich.... diese Mineralien wären auch gut für uns. Oft wird aber auch weißer Zucker mit braunem Zuckersirup braun gefärbt.

Honig im Ayurveda

Honig im Ayurveda

Im Ayurveda gilt Honig als ein herausragendes Nahrungsmittel, das ebenfalls zu Heilzwecken eingesetzt wird. Die Sanskrit-Bezeichnung lautet madhu, verwandt mit dem deutschen Wort Met (= Honigwein). In den klassischen Texten werden verschiedene Honigsorten beschrieben. Eingeteilt nach Art der honigbereitenden Insekten. Diese Insekten leben meist in Waldgebieten. Insofern käme den klassischen Sorten am ehesten ein möglichst flüssiger, hochwertiger Waldhonig mit scharfen und bitteren Geschmackskomponenten gleich. Allerdings sollte dieser vor dem Verzehr mindestens ein Jahr gelagert werden, um die beschriebenen Wirkungen entfalten zu können. Honig darf allerdings nicht über 40° erhitzt werden. In zu großen Mengen eingenommen, besteht ferner die Gefahr, dass Honig Stoffwechselschlacken (Ama) bildet oder Vata erhöht.

Stevia rebaudiana. Süßkraut, Honigkraut aus Paraguay

 

Stevia:

Stevia, das Erzeugnis der Pflanze Stevia rebaudiana („Süßkraut“, auch „Honigkraut“), ist ein natürlicher Süßstoff. Es besteht hauptsächlich aus dem Diterpenglykosid Steviosid. Steviablätter werden seit über 500 Jahren von der indigenen Bevölkerung Paraguays und Brasiliens bei der Zubereitung von Speisen und Getränken und als Heilpflanze verwendet. Die Guaraní-Indianer nennen es ka'a he'ê (Süßkraut).

Es hat die bis zu 300-fache Süßkraft von Zucker, schützt die Zähne vor Karies und ist für Diabetiker geeignet. Steviosid ist für die Süßwirkung der Steviablätter der wichtigste Inhaltsstoff. Steviaerzeugnisse sind in der EU nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es ist untersagt, sie als solche in den Verkehr zu bringen. Die Getränkeindustrie experimentiert jedoch mit Stevia, um es für Limonaden und Colagetränke einzusetzen.

 

GANUSCH

www.vedharma.de

www.jyotishi.de

 

Ein umfassender Ayurveda und Jyotish-Beratungs-Service wird auf der Website http://www.jyotishi.de für Privatpersonen und Unternehmen angeboten.

Das Vedharma Institut für vedische Lebensweise http://www.vedharma.de ist der Träger dieses Angebots und unternimmt große Anstrengungen in der Förderung vedischen Wissens. Durch Vorträge, Beratungen und Seminare, soll das Wissen der vedischen Wissenschaften in einer modernen Form im Westen bekannt gemacht und kompetent vermittelt werden.

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